Hamas-Führer taucht ab
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Hamas-Führer taucht ab

Nachdem die israelische Armee angekündigt hatte, militante Palästinenser gezielt zu töten, ist der Führer der radikal-islamischen Hamas, Ismail Hanija, abgetaucht.

Man habe Anweisungen erhalten, das Bürogebäude zu räumen, teilte eine Mitarbeiterin des entlassenen Ministerpräsidenten in Gaza am Montag mit. Anrufe wurden am Vormittag nicht mehr beantwortet.

Nach israelischen Medienberichten will die israelische Luftwaffe die gezielte Tötung militanter Palästinenser im Gazastreifen verstärken. Dies habe die Regierung angesichts des andauernden Beschusses israelischer Grenzorte mit Kassam-Raketen beschlossen.

Der israelische Infrastrukturminister Benjamin Ben-Elieser sprach sich heute im israelischen Radio für die gezielte Tötung von Hamas-Führern aus.

Ministerpräsident Ehud Olmert hatte seinem Kabinett am Sonntag gesagt, man werde weiter gegen die für den Raketenbeschuss Israels Verantwortlichen vorgehen und dabei «keine Ausnahmen» machen. Er schloss jedoch eine Grossoffensive im Gazastreifen zum gegenwärtigen Zeitpunkt aus.

Am Samstag waren bei einem Raketenangriff auf die Grenzstadt Sderot zwei israelische Brüder schwer verletzt worden. Einer der beiden, ein achtjähriger Junge, verlor dabei ein Bein.

(sda)

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