Aktualisiert 29.07.2014 07:39

Waffendeal

Hamas scharf auf Kim Jong-uns Raketen

Die Hamas soll Nordkorea eine Anzahlung für einen Waffendeal gemacht haben. Laut einem Medienbericht will Kim Jong-un hundert Raketen in den Nahen Osten schicken.

von
dia

Die radikal-islamische Hamas braucht im Nahost-Konflikt Waffennachschub. Wie der englische «Telegraph» berichtet, steht die Hamas deshalb in Verhandlungen mit Nordkorea. Laut der Zeitung sollen hundert Raketen in den Gazastreifen geliefert werden. Nicht näher genannte Quellen behaupten, dass die Organisation bereits eine Anzahlung für den mehrere hunderttausend Dollar teuren Waffendeal geleistet hat. Die Geschäfte sollen von einer libanesischen Firma abgewickelt werden.

«Die Hamas versucht irgendwie, ihre Vorräte aufzustocken, weil sie in den letzten Wochen so viele Raketen auf Israel abgeschossen hat», werden Sicherheitskreise zitiert. Der nordkoreanische Diktator Kim Jong-un befinde sich bereits seit längerem in engem Kontakt mit militanten islamistischen Gruppen, heisst es in dem Bericht.

Zudem seien die Waffenlieferungen nicht die erste Hilfe, welche die Hamas aus Pjöngjang erhält. Israelische Militär-Kommandanten gehen davon aus, dass Nordkorea der Hamas beim Aufbau ihres gewaltigen Tunnelsystems geholfen haben soll. Mit diesem System kann sich die Hamas mit Vorräten aus Nachbarländern eindecken. Auch Angriffe können aus den Tunnels koordiniert werden.

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