Neue Studie beweist:: Hamas wirbt um künftige Selbstmordattentäter

Aktualisiert

Neue Studie beweist:Hamas wirbt um künftige Selbstmordattentäter

Was auf den ersten Blick nach einer farbenfrohen und kinderfreundlichen Webseite aussieht, soll eigentlich ein «erzieherisches Instrument» der Hamas sein: «al-fateh.net» preise den Märtyrerkult an und trage zur Ausbildung der «nächsten Generation von Selbstmordbombern» bei, behauptet eine israelnahe Organisation.

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Es ist nicht das erste Mal, dass die Webseite «Al-Fateh» (zu deutsch «Der Eroberer») im Zentrum der Kritik steht. Seit dem Start im September 2002 wurde das Projekt von israelischer Seite wiederholt als «hassverbreitend und gewaltverherrlichend» bezeichnet. Nun will eine neue Studie die Absicht der radikalislamische Hamas, mit der Kinderseite künftige Selbstmordattentäter für den Kampf gegen Israel zu rekrutieren, bewiesen haben.

David Oman von der Nichtregierungsorganisation IMPACT-SE präsentierte die Ergebnisse der Studie am Dienstag in Berlin. Darin behauptet er, hinter dem farbenfrohen Internetmagazin mit Comic-Zeichnungen und Schriftzügen in arabischer Sprache verberge sich ein «erzieherisches Instrument» der Hamas.

Die Seite «dämonisiere» den Westen und rufe zum Kampf gegen den Staat Israel auf, behauptete Oman in seinem Vortrag. In den Rubriken würden «heldenhafte Geschichten» von Selbstmordattentätern erzählt, antisemitische Illustrationen schürten den Hass gegen Juden. Das Maskottchen der Seite sei schliesslich ein Kind, das mit gezogenem Säbel in die Schlacht reitet.

Indoktrinierung auch in Europa

«Al-Fateh», anfänglich im Libanon eingetragen, gibt mittlerweile seinen Sitz mit London an. Der Standort des Servers mit den Daten der Seite habe in den vergangenen Jahren aber immer wieder gewechselt. Zuletzt sei «Al-Fateh» auf einem Server in Malaysia gespeichert gewesen, auf dem auch andere der Hamas nahe Internetseiten lägen, schreibt der österreichische Nachrichtendienst APA.

Die Webseite werde millionenfach aufgerufen, sagte Oman. Von unabhängiger Seite seien diese Zahlen aber nicht zu bestätigen. Auch zu der Leserschaft ausserhalb der Palästinensergebiete gebe es keine genauen Zahlen. In dem Gästebuch der Seite stünden aber Einträge von Lesern aus aller Welt, darunter auch aus Deutschland und anderen europäischen Ländern.

IMPACT-SE ist eine israelnahe Nichtregierungsorganisation, die Bildungsmaterialien aus dem Nahen Osten mit internationalen Standards abgleicht.

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