DFB-Pokal: St. Pauli schmeisst Dortmund raus, steht im Viertelfinal

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Sensation am MillerntorSt. Pauli schmeisst Dortmund aus dem DFB-Pokal und steht im Viertelfinal

Die ersten Achtelfinals des deutschen Cup-Wettbewerbs hatten es in sich: St. Pauli besiegt sensationell Borussia Dortmund mit 2:1. Auch Paulis Stadtrivale HSV gewinnt überraschen.

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Grenzenloser Jubel am Hamburger Millerntor: Der FC St. Pauli schlägt den BVB.

Grenzenloser Jubel am Hamburger Millerntor: Der FC St. Pauli schlägt den BVB.

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Auch Manuel Akanji kann die Cup-Pleite seines BVB nicht abwenden.

Auch Manuel Akanji kann die Cup-Pleite seines BVB nicht abwenden.

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Etienne Amenyido erzielt das 1:0 für St. Pauli. Gregor Kobel im BVB-Tor hat das Nachsehen .

Etienne Amenyido erzielt das 1:0 für St. Pauli. Gregor Kobel im BVB-Tor hat das Nachsehen .

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Darum gehts

Sensation am Millerntor! Erling Haaland verzog sich stinksauer in die Kabine, während im Hamburger Kult-Stadion 2000 Fans den Super-Coup gegen den Titelverteidiger feierten. Borussia Dortmund hat sich nach einer schwachen Vorstellung beim Zweitliga-Spitzenreiter FC St. Pauli schon im Achtelfinal des DFB-Pokals verabschieden müssen. Die Hamburger setzten sich hingegen dank einer starken Leistung am Dienstagabend mit 2:1 (2:0) verdient gegen den BVB mit den Nati-Stars Gregor Kobel (spielte im Tor durch) und Manuel Akanji (in der 76. ausgewechselt) durch.

«Heute war ein schlechter Tag, wir sind einfach zu spät aufgewacht», sagte Marco Reus am ARD-Mikrofon. «St. Pauli hat es zwar gut gemacht, aber es ist sehr bitter für uns, dass wir raus sind. Das müssen wir jetzt erst mal sacken lassen. Auf jeden Fall haben wir eine Riesenchance verpasst, den Pokal wieder zu gewinnen.»

Etienne Amenyido (4. Minute) und Dortmunds Axel Witsel (40./Eigentor) trafen für den Kiezclub, der die runde eine Million Franken Prämie einsackte und für den am Freitag in der 2. Liga schon das nächste Highlight beim HSV ansteht. Das Hamburger Stadtderby könnte sich im Pokal-Viertelfinale wiederholen. Denn: Nach der Cup-Pleite der Bayern gegen Gladbach (0:5) findet zum ersten Mal seit 2006/07 die Runde der letzten Acht im DFB-Pokal ohne die beiden Schwergewichte Bayern und Dortmund statt – dafür zum ersten Mal seit 25 Jahren mit beiden Hamburger Clubs.

HSV gewinnt nach kuriosem Penaltyschiessen

Der Hamburger SV hat seinerseits in einem wahren Pokal-Krimi einen Coup gefeiert und die Cup-Träume des 1. FC Köln jäh platzen lassen. Der HSV gewann am Dienstag bei den klassenhöheren Rheinländern mit 4:3 (1:1, 0:0, 0:0) im Elfmeterschiessen und schaffte den vierten Einzug ins Viertelfinale innerhalb von acht Jahren. Robert Glatzel (92.) hatte die Hanseaten schon in der Verlängerung in Führung gebracht, FC-Torjäger Anthony Modeste rettete die Gastgeber in praktisch letzter Sekunde per verwandeltem Foulelfmeter in die Entscheidung vom Punkt (120.). In diesem vergab der Bundesligist die Chance auf den ersten Einzug in die Runde der besten acht Clubs seit zwölf Jahren.

Nachdem HSV-Captain Sebastian Schonlau als fünfter Hamburger Schütze trifft, ist Kölns Florian Kainz unter Druck: Er muss verwandeln. Das tut der Österreicher auch. Vermeintlich. Denn kurz nachdem der Ball im Netz zappelt, jubeln die HSV-Spieler. Der Grund: Das Penaltytor wurde aberkannt, weil sich Kainz selbst angeschossen hatte. In der Tat: Der 29-Jährige rutscht beim Anlauf weg, touchiert den Ball mit beiden Füssen, ehe das Spielgerät in Richtung Tor fliegt. Die Hamburger Spieler zeigen sofort an, dass der Gegner den Ball zwei Mal berührt hatte – Schiedsrichter Daniel Schlager zögert nicht lange und erklärt den Penalty als verschossen. Übrigens: Hamburgs St.-Gallen-Leihgabe Miro Muheim wurde in der 111. Minute eingewechselt.

Die Spiele vom Dienstag

Köln – Hamburg 1:2 n. P.
1860 München – Karlsruher SC 0:1
St. Pauli – Dortmund 2:1
Bochum – Mainz (mit Silvan Widmer) 3:1

Die Spiele vom Mittwoch

Hannover – Gladbach (18.30 Uhr)
Leipzig – Hansa Rostock (18.30 Uhr)
Hoffenheim – Freiburg (20.45 Uhr)
Hertha Berlin – Union Berlin (20.45 Uhr, live ARD)

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(sih)

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