Hamburger - Politiker auf Twitter als «Pimmel» beleidigt – Hausdurchsuchung
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HamburgerPolitiker auf Twitter als «Pimmel» beleidigt – Hausdurchsuchung

Nachdem ein Mann den Innensenator Andy Grote (SPD) auf Twitter verbal anfeindete, hat die Polizei dessen Wohnung durchsucht. Jetzt diskutiert das Netz über die Verhältnismässigkeit der Aktion.

von
Samina Stämpfli
Andy Grote (SPD), Innen- und Sportsenator in Hamburg wurde von einem Twitter-Nutzer «Pimmel» genannt.

Andy Grote (SPD), Innen- und Sportsenator in Hamburg wurde von einem Twitter-Nutzer «Pimmel» genannt.

Christian Charisius/dpa

Darum gehts

  • Weil ein Mann den Hamburger Innenminister Andy Grote (SPD) auf Twitter einen Pimmel nannte, überraschten ihn sechs Polizeibeamte zuhause.

  • Seither trendet der Hashtag #Pimmelgate auf Twitter.

  • Die Nutzer diskutieren über die Verhältnismässigkeit der Polizeiaktion.

Unter dem Hashtag #Pimmelgate wird seit Mittwoch darüber diskutiert, wo im Internet eine Beleidigung anfängt und welche Konsequenzen eine solche mit sich tragen kann.

«Du bist so 1 Pimmel»

Wie die «Welt» berichtet, ist es unter anderem dazu gekommen, weil ein User namens «ZooStPauli» den Hamburger SPD-Innensenator Andy Grote beleidigte, indem dieser unter einen Tweet von Grote kommentierte: «Du bist so 1 Pimmel».

Am Mittwochmorgen wurde anschliessend die Wohnung des Users von sechs Polizeibeamten durchsucht, mehrere elektronische Geräte des Mannes wurden sichergestellt.

Strafanzeige sei aber nicht von Innensenator Grote, sondern von einem Polizisten, der die Äusserungen des Twitter-Users gelesen hatte, gestellt worden: Mit einem sogenannten Antragsdelikt sei die Polizei an Grote herangetreten, der daraufhin Strafantrag gestellt habe, berichtet die «Welt» weiter.

In Hamburg sind solche Durchsuchungen kein Einzelfall

Wie darauf die Hamburger Polizei mitteilte, sei dies kein Einzelfall gewesen, da in einer Reihe von Ermittlungen gegen «Hate Speech» im Internet schon eine zweistellige Zahl an Durchsuchungen durchgeführt worden sei.

Worauf sich das Netz nun über die Verhältnismässigkeit und Sinnhaftigkeit der Polizeiaktion wundert und darüber diskutiert, ob «Pimmel» schon unter «Hate Speech» fällt.

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