GP von Japan: Hamilton muss auf Regen hoffen
Aktualisiert

GP von JapanHamilton muss auf Regen hoffen

Drei Rennen vor Schluss der Formel-1-WM 2008 liegt Lewis Hamilton sieben Punkte vor Felipe Massa. Beim GP von Japan am Sonntag in Fuji wäre für den WM-Leader eine nasse Piste von Vorteil.

von
Peter Haab

Der GP von Japan.

Die Ausgangslage ist relativ einfach: Felipe Massa kann in den verbleibenden drei Rennen in Japan, China und Brasilien nicht mehr aus eigener Kraft Weltmeister werden. Denn Lewis Hamilton würden in diesem Fall drei zweite Plätze zum Gewinn des WM-Titels genügen. Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo hat von seinen Fahrern deshalb zum Saisonschluss nichts weniger als drei Doppelsiege in Folge gefordert. Massa soll gewinnen, und Räikkönen Rivale Hamilton von Platz zwei fernhalten. Keine einfache Geschichte – aber trotzdem machbar. Denn Ferrari verfügt über das derzeit schnellste Auto im Formel-1-Feld – zumindest auf trockener Piste!

Montezemolo erwartet vom seit Wochen formschwachen Kimi Räikkönen zum Schluss noch eine klare Steigerung. Der Ferrari-Boss kategorisch: «In den verbleibenden drei Rennen muss Kimi nochmals allen zeigen, dass er der amtierende Weltmeister ist. Ich erwarte von ihm, dass er dem Team und besonders Felipe Massa hilft.» An den Boxen sollte es keine unnötige Aufregung mehr geben. Ferrari wird für den Rest der Saison auf die Lichtsignal-Anlage, die in Singapur das Drama beim Tankstopp ausgelöst hatte, verzichten.

Regen schlecht für Ferrari

Falls es beim GP von Japan nass sein sollte, ist eher McLaren-Mercedes im Vorteil. Das Auto funktioniert mit Intermediates oder Regenreifen etwas besser als die roten Renner aus Maranello. Zudem ist Lewis Hamilton neben Sebastian Vettel der derzeit schnellste Pilot im Regen. Das haben die beiden auch beim letztjährigen Japan-GP bewiesen. Lewis Hamilton hat 2007 bei sintflutartigem Regen in Fuji seinen wohl denkwürdigsten Sieg errungen. «Mir gefällt es immer gut in Japan.» Der Regen und die schlechte Sicht sorgten 2007 zwar für ein ganz schwieriges Rennen. «Aber mir hat es dennoch Spass gemacht», blickt Hamilton zurück. «Ich werde oft gefragt, ob ich lieber im Regen oder im Trockenen fahre. Und ich gebe immer dieselbe Antwort: im Prinzip ist es mir egal. Natürlich ist es im Trockenen einfacher. Aber es stimmt auch, dass wir in den letzten Wochen bei schwierigen Streckenverhältnissen im Gegensatz zur Konkurrenz oft sehr gut abgeschnitten haben. Deshalb wäre mir in Fuji eine nasse Piste ebenfalls recht.»

Ruhe bei BMW-Sauber

Bei BMW-Sauber ist nach der öffentlichen Bestätigung der Fahrerpaarung für die Saison 2009 wieder Ruhe eingekehrt. Und Nick Heidfeld kann die drei letzten Saisonrennen dementsprechend entspannt angehen: «In erster Linie hoffe ich, dass uns in Fuji nicht wieder derart heftiger Regen erwartet wie 2007. Ich fahre ja prinzipiell gern im Regen, aber bei dieser Sintflut ging nichts mehr. Die Sicht war null, und so kam es zu diversen Kollisionen. Mir ist auch jemand ins Auto gefahren. Trotzdem lag ich bis kurz vor Schluss noch an sechster Stelle. Wegen eines Motorproblems bin ich dann kurz vor Schluss noch ausgefallen.»

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