Hammerwerfer Suter tritt verärgert zurück

Aktualisiert

Hammerwerfer Suter tritt verärgert zurück

Hammerwerfer Patric Suter trat nach Ablauf seiner dreimonatigen Dopingsperre mit Nebengeräuschen vom Leistungssport zurück. Der Schweizer Rekordhalter (80,51) erhob massive Vorwürfe gegen den in der Dopingbekämpfung aktiven Verband Swiss Athletics.

Der Athlet der Hochwacht Zug geht davon aus, dass auf seinem Rücken ein Exempel statuiert werden sollte, um der Sportwelt Aktivismus in Sachen Dopingbekämpfung zu demonstrieren.

Suter, der oft bei seinem russischen Trainer Wassili Sidorenko in Abchasien (Geor) weilte, war diesen Sommer mit den Dopingbehörden in den Clinch geraten, weil er die Meldepflicht verletzt hatte. Swiss Athletics hatte ihn bereits zuvor wegen des Fernbleibens von den Schweizer Meisterschaften und dem Verstoss der internen Spielregeln aus dem WM-Aufgebot für Osaka gestrichen, obwohl Suter die Leistungskriterien erfüllt hatte. Die Disziplinarkammer für Dopingfälle von Swiss Olympic gab dem Verband im Nachhinein recht und verurteilte den gebürtigen Ostschweizer zu einer Sperre von drei Monaten, beginnend am 9. August 2007. Obwohl Suter darauf verzichtete, den Entscheid vor den Internationalen Sportgerichtshof (CAS) in Lausanne zu ziehen, bestritt er die nun Vorwürfe erneut und behauptet, immer telefonisch erreichbar gewesen zu sein.

Swiss Athletics wies die Vorwürfe entschieden zurück und betonte, dass man sich sehr stark für das Wohl der Sportler und optimale Rahmenbedingungen der Spitzenathleten einsetze.

Suters Verhältnis zum Verband ist seit längerem getrübt. Bereits 2002 hatte er mit den Funktionären im Streit gelegen. Damals bat er gar um die Freigabe für Usbekistan. Diese bekam er auch mit Verspätung. Da ihm jedoch der usbekische Pass fehlte, erhielt er vom Weltverband IAAF keine Startberechtigung.

(si)

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