08.11.2019 10:07

La RéunionHand von 44-jährigem Briten in Hai gefunden

Ein 44-jähriger Brite ist auf der französischen Insel La Réunion tödlich verunglückt. Die genauen Umstände seines Todes sind unklar.

von
kat
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M. Turner machte Ferien auf La Réunion und kehrte eines Tages nicht mehr von einem Schnorchelausflug zurück.

M. Turner machte Ferien auf La Réunion und kehrte eines Tages nicht mehr von einem Schnorchelausflug zurück.

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Tage später wurde seine Hand im Magen eines Hais gefunden. (Archivbild)

Tage später wurde seine Hand im Magen eines Hais gefunden. (Archivbild)

AP/Lionel Cironneau
Hai-Attacken passieren vor der französischen Insel des Öfteren. Einem Surfer wurde im Mai dieses Jahres ein Bein abgebissen.

Hai-Attacken passieren vor der französischen Insel des Öfteren. Einem Surfer wurde im Mai dieses Jahres ein Bein abgebissen.

AFP/Richard Bouhet

Ein britisches Paar machte Ferien auf der östlich von Madagaskar gelegenen Insel La Réunion, um den 40. Geburtstag der Ehefrau zu feiern. Dann geschah das Unglück: Der 44-jährige M. Turner kehrte nicht mehr von einem Schnorchelausflug zurück und war seit Samstag vermisst. Tage später wurde seine abgetrennte Hand im Magen eines Hais gefunden. Seine Frau konnte sie anhand des Eherings, der immer noch an der Hand steckte, identifizieren, wie britische Medien berichten.

Es bleibt unklar, ob Turner von dem Hai attackiert wurde oder ob er ertrunken ist und das Tier von seiner im Wasser treibenden Leiche angezogen wurde. Die Überreste wurden offenbar in einem über drei Meter langen Tigerhai gefunden, wie eine namenlose Quelle gegenüber der «Daily Mail» sagt.

Laut einem Sprecher der lokalen Such- und Rettungsmannschaft ist es nicht möglich, die Todesursache ohne den Rest des Körpers bestimmen zu können, jedoch würden DNA und Bluttests an der Hand durchgeführt. «Möglich ist, dass sich der Mann während seines Aufenthalts in der Lagune plötzlich schlecht fühlte und dann von der Strömung in tieferes Gewässer gezogen wurde», sagt er dem Portal. Dass der Rest von Turners Leiche noch gefunden werde, sei angesichts der Anzahl Haie im Wasser eher unwahrscheinlich.

«Hai-Krise»

Um die grosse Haipopulation, für die La Réunion bekannt ist, zu regulieren, werden die Tiere regelmässig abgefischt. Diese Woche wurden vier aus dem Wasser gezogen – was verhältnismässig viel sei. Der Sprecher glaubt, dass man wohl einen Verdacht gehegt und die Haie deswegen aufgeschnitten habe, was zum Fund der Hand des Briten führte.

In La Réunion kam es seit 2011 zu 24 Hai-Angriffen, elf davon endeten tödlich. Im letzten Monat hatte Präsident Emmanuel Macron das französische Überseedepartement besucht und angekündigt, dass die Regierung alles Nötige tun werde, um die «Hai-Krise» in den Griff zu bekommen.

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