Handgemenge bei Rice-Besuch
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Handgemenge bei Rice-Besuch

US-Aussenministerin Condoleezza Rice hat sich vor ihrer Nahost-Reise in der sudanesischen Hauptstadt Khartum mit Präsident Omar el Beschir beraten.

Das Treffen war überschattet von Handgreiflichkeiten zwischen Wachleuten Beschirs und Begleitern von Rice.

Vertreter aus dem Mitarbeiterstab der US-Ministerin berichteten übereinstimmend, die Sicherheitsleute hätten mit allen Mitteln versucht, sie und mitreisende Journalisten am Betreten des Präsidentenpalasts zu hindern.

Zudem hätten sie Aufzeichnungen des öffentlichen US-Radiosenders NPR beschlagnahmen wollen. Dabei seien die Wachleute auch handgreiflich geworden. Erst auf Intervention von Rice' Sprecher Sean McKormack hätten sie aufgehört.

Jim Wilkinson, ein ranghoher Berater der US-Aussenministerin, berichtete, wie er von einem der Sicherheitsmänner am Eingang zur Residenz gegen die Wand geschleudert wurde. Nur mit Mühen sei es ihm gelungen, sich mit Rice' persönlichem Assistenten im Schlepptau einen Weg in das Gebäude zu bahnen.

Rice war in der Nacht zum Donnerstag in Khartum eingetroffen. Am Nachmittag wollte sie ein Flüchtlingslager der westsudanesischen Krisenregion Darfur besuchen.

Anschliessend reist sie weiter zu einer neuen dreitägigen Nahost- Mission nach Israel und in die palästinensischen Gebiete. Sie wird voraussichtlich bereits am Donnerstagabend den palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas treffen.

(sda)

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