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Nach stundenlangem WartenHandgreiflichkeiten beim Verkauf von Olympia-Tickets

Stundenlanges Warten und handfester Streit: Tausende sportbegeisterte Chinesen haben am Freitag Verkaufsstellen in Peking gestürmt, um die letzten Tickets für die Olympischen Spiele im August zu ergattern.

An einem Kiosk kam es zu einem Handgemenge, als kurzfristig ein weiterer Schalter geöffnet wurde. Der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua zufolge bemühten sich 30.000 Sportfans um die Karten für besonders beliebte Wettkämpfe, und einige wurden wegen des langen Wartens und der Hitze zunehmend ungeduldig.

«Es war so unfair», klagte Ji Liqiang, der zusammen mit einem Kollegen aus der Provinz Shandong 28 Stunden angestanden hatte. «Diejenigen, die spät gekommen sind, aber sich nach vorn drängeln konnten, haben die Karten bekommen.» Xue Manjie erhielt ebenfalls keine Tickets für die Spiele, die er eigentlich sehen wollte. Aber immerhin könnten er und acht Freunde bei anderen Wettkämpfen dann die neu errichteten Sportstätten besuchen, sagte Xue. Für die Sommerspiele vom 8. bis 24. August standen insgesamt 6,8 Millionen Tickets zum Verkauf, am Freitag gingen 250.000 über den Ladentisch.

Die Behörden ehrten unterdessen 22 Helfer bei dem verheerenden Erdbeben in der Provinz Sichuan mit dem Status eines olympischen Fackelträgers. Die Rettungskräfte - Soldaten, Feuerwehrleute und Beamte - seien auserwählt, das Olympische Feuer am (heutigen) Freitag durch die zentrale Provinz Henan zu tragen, meldete Xinhua. Dabei seien Fackelläufe in insgesamt vier Städten geplant.

Vom 3. bis 5. August soll die Flamme dann auch durch die Katastrophengebiete von Sichuan getragen werden. Dort kamen bei einem Erdbeben der Stärke 7,9 Mitte Mai fast 70.000 Menschen ums Leben. 18.000 gelten weiterhin als vermisst, gut fünf Millionen wurden obdachlos.

Auch in vier anderen Städten Chinas, in denen vom 8. bis 24. August olympische Wettkämpfe stattfinden werden, wurden noch Karten verkauft. In Schanghai, Tianjin, Shenyang und Qinhuangdao gingen noch 570 000 Eintrittskarten über den Ladentisch. Insgesamt wurden sieben Millionen Tickets für die Spiele verkauft.

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(SI/AP)

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