Handicapierte ärgern sich über Bernmobil-Chauffeure

Aktualisiert

Handicapierte ärgern sich über Bernmobil-Chauffeure

ÖV-Nutzer klagen: Obwohl die Stadtbusse abgesenkt werden könnten, werde dies in der Praxis kaum umgesetzt. Für Behinderte oder Mütter mit Kinderwagen sei dies eine Zumutung.

«Mich ärgert es masslos, dass die Busse bei den Haltestellen nicht abgesenkt werden», schreibt eine erboste ÖV-Nutzerin an Bernmobil. Sie habe beobachtet, wie ein Blinder mit Hund beim Aussteigen fast auf die Strasse gestürzt sei. Dabei können die neuen Niederflurbusse problemlos abgesenkt werden: Ein Knopfdruck reicht, und Hydraulik-Pumpen neigen den Bus leicht zur Seite.

«Es liegt im Ermessen der Chauffeure, ob sie den Wagen senken oder nicht», sagt Annegret Hewlett von Bernmobil. In ihrer Ausbildung würden die Busfahrer auch diesbezüglich sensibilisiert. «Wenn sie sehen, dass jemand Schwierigkeiten hat, sollten sie reagieren», so Hewlett. Sie rät handicapierten Kunden, vorne ein- und auszusteigen und den Chauffeur anzusprechen. «Denn gerade in Stosszeiten können die Fahrer nicht alle Türen überblicken», sagt Hewlett.

Lorenz Hanselmann

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