Handlesen erlebt einen Boom – doch der Tod ist kein Thema
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Handlesen erlebt einen Boom – doch der Tod ist kein Thema

Eine jahrtausendealte Wissenschaft erlebt einen Höhepunkt: das Handlesen. An Firmenessen, Club- oder Privatpartys stehen die Leute Schlange, um eine Analyse zu erhalten.

Die Esoterik ist eine wellenartige Bewegung: Mal ist die Astrologie im Hoch, ein anderes Mal ist Tarot angesagt. Im Moment erlebt das Handlesen einen riesigen Boom: «Ich kann mich teilweise vor Aufträgen kaum retten», bestätigt Handleserin Annemarie Kupschina. Sie entdeckte die Grenzwissenschaft vor 18 Jahren für sich und leitet heute mit ihrem Partner ein Beratungs- und Ausbildungszentrum. Vor allem Grossfirmen wie die Swisscom buchen sie für ihre Anlässe. Kupschina: «Die Mitarbeiter stehen an solchen Abenden gut und gerne zwei Stunden an, um eine zehnminütige Analyse zu erhalten.»

Ähnlich geht es Monika Hauser. Nächste Woche liest sie im Zürcher Club X-tra aus der Hand – einer von vielen Aufträgen. «Vor allem Banken mischen an Partys gerne Seriosität mit Esoterik», erklärt das Energiebündel. Sie besteht ausdrücklich auf den Titel Handanalystin. «Ich lese nicht in der Zukunft, sondern bestimme Eigenschaften und Talente einer Person.»

Beide Frauen setzen auf Seriosität. Der Tod ist in keinem Fall ein Thema. Auch vom oberflächlichen Hand-interpretieren unter Freunden («Deine Lebenslinie ist aber kurz!») raten sie ab. Wer bei sich eine Charaktereinschätzung machen möchte, findet unter www.hand-lesen.ch eine Kurzeinleitung.

Kupschina: «Die Handform zeigt die Grundstruktur, die Innenfläche geht ins Detail.»

Martina Marti

Handanalyse

Am 7. Februar steht die Party More Than Mode im Zürcher Club X-tra ganz im Zeichen der Handanalyse: Monika Hauser steht dafür gratis zur Verfügung.

Gebucht werden kann sie auch unter www.handfe.st oder www.hand-analysis.ch. Auch Annemarie Kupschina wird regelmässig für Anlässe gebucht. Ihre Homepage: www.hand-lesen.ch

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