HANDEL VON ANABOLIKA: Handwerker handelte fünf Jahre lang mit Anabolika und Dopingmitteln 

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HANDEL VON ANABOLIKAHandwerker handelte fünf Jahre lang mit Anabolika und Dopingmitteln 

Auf diesen Zustupf muss der Mann nun verzichten. Denn das Bezirksgericht Zofingen hat ihn für den illegalen Verkauf schuldig gesprochen. Das Urteil lautet 15 Monate Freiheitsstrafe bedingt auf drei Jahre. 

von
Sara Andrea Formentin
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Fünf Jahre lang verkaufte ein Handwerker Doping- und Anabolika-Substanzen. Auch Insulin und Potenzmittel hatte er im Angebot.   

Fünf Jahre lang verkaufte ein Handwerker Doping- und Anabolika-Substanzen. Auch Insulin und Potenzmittel hatte er im Angebot.   

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Der Mann handelte mit Dopingmitteln in der Region Zofingen, besonders in seiner Nachbarschaft. (Symbolbild) 

Der Mann handelte mit Dopingmitteln in der Region Zofingen, besonders in seiner Nachbarschaft. (Symbolbild) 

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Die Substanzen wurden vor allem an Fitnessbegeisterte verkauft und aus dem Ausland in die Schweiz importiert. (Symbolbild)

Die Substanzen wurden vor allem an Fitnessbegeisterte verkauft und aus dem Ausland in die Schweiz importiert. (Symbolbild)

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Darum gehts 

  • Ein Mann handelte fünf Jahre lang mit illegalen Substanzen wie Anabolika, Wachstumshormonen, Antiöstrogenen und Potenzmitteln in der Region Zofingen. 

  • Die Substanzen wurden meist aus dem Ausland, etwa aus China, in die Schweiz importiert.

  • Im Keller seines Hauses betrieb der Handwerker auch eine Cannabis-Indooranlage.

Ein selbstständiger Handwerker musste sich vor dem Bezirksgericht Zofingen verantworten, weil er fünf Jahre lang mit illegalen Substanzen wie Anabolika, Wachstumshormonen und Antiöstrogenen handelte. Er importierte diese Substanzen aus dem Ausland und verkaufte sie meistens an Personen aus der regionalen Fitnessszene. 

Im Angebot hatte der Handwerker auch Insulin, aber wie auch bei den anderen Stoffen machte er mit dem Verkauf des Insulins nur wenig Gewinn. Potenzsteigernde Mittel gab er gar ohne Gewinn an seine Kunden weiter. Die Behörden haben zehn konkrete Vorfälle gesammelt und einzeln aufgelistet. So hätten etwa mehrere Käufer Heil- und Betäubungsmittel gleich päckchenweise beim Handwerker bezogen.

Der Import aus China und die Indoor-Hanfanlage

Der illegale Handel des Handwerkers war aber nicht ohne Risiko: Als er 2020 versuchte, 510 Ampullen mit Wachstumshormonen aus China in die Schweiz zu importieren, wurde das Paket beim Zoll in Basel blockiert. Trotzdem gelang es dem Mann, weitere 535 Ampullen des Hormons an unbekannte Personen zu verkaufen und damit einen Gewinn von 3000 Franken zu erzielen.

Auch für Cannabis-Nachschub war in der Region gesorgt: Im Keller seines Hauses betrieb der Mann auch eine Indooranlage von Cannabis, wie das «Zofinger Tagblatt» (Bezahlartikel) weiter berichtete. Obwohl ein Grossteil der Pflanzen verfault und verschimmelt war, konnte die Polizei bei einer Hausdurchsuchung 136 gesunde, THC-haltige Pflanzen beschlagnahmen. 

Abgekürztes Verfahren, weil der Mann geständig war 

Weil der Beschuldigte in allen Anklagepunkten seine Schuld eingestand, wurde sein Fall im sogenannten abgekürzten Verfahren verhandelt. Vor der Verhandlung liess er verlauten, dass er nicht viel Zeit habe, weil er zurück auf die Baustelle müsse. Für seine Vergehen kassierte der Mann eine Freiheitsstrafe von 15 Monaten, bedingt auf drei Jahre. Zusätzlich zu den Verfahrenskosten muss er dem Staat auch eine Ersatzforderung in der Höhe von 5000 Franken überweisen. 

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