Aktualisiert 15.07.2013 06:53

Schon wieder

Handy-Akku geht in Flammen auf

Ist die Hitze schuld? Das Handy eines Leser-Reporters aus Heerbrugg SG explodierte auf dem Weg in die Badi. Erst vor wenigen Tagen wurde eine 18-Jährige bei einem ähnlichen Fall schwer verletzt.

von
tab/hal

Am 5. Juli ging das Smartphone von Fanny Schlatter aus La Chaux-de-Fonds in Flammen auf. Die 18-Jährige zog sich schwere Verbrennungen am Oberschenkel zu, weil ihre Hose brannte. Dieses Mal geschah es in Heerbrugg SG: Das Handy von Erhat Kurtishi explodierte in der Tasche seiner Frau. «Wir waren mit dem Roller auf dem Weg in die Badi, sie hatte die Tasche mit unseren Sachen hinter sich deponiert», sagt der 27-Jährige. Als die beiden ankamen, roch es nach Verbranntem. «Ich dachte zuerst, es sei der Roller», so Kurtishi.

Als seine Frau (22) jedoch die Tasche aufhob, entdeckte sie ein Loch darin: Der Akku des Handys war explodiert und hatte das Gerät in Flammen gesetzt, Kurtishis mazedonischer Pass war teilweise verbrannt. Die beiden hatten allerdings Glück im Unglück: Durch den Brand war auch ein Loch in der Sonnencreme entstanden, die Tube schmolz und die flüssige Creme löschte den Brand.

War es zu heiss für den Akku?

Das Paar war von Heerbrugg über die österreichische Grenze in die Badi gefahren und wandte sich auf dem Rückweg an einen Zollbeamten. «Wir wussten nicht, was wir tun sollten, mein Pass war nicht mehr zu gebrauchen», so Kurtishi. Der Zöllner schickte die zwei auf die Polizeistation Widnau SG, doch dort konnte man ihnen nicht weiterhelfen. «Wir müssen mit dem Konsulat Kontakt aufnehmen.» Und sich wohl auch ein neues Handy besorgen. Sich bei Samsung beschweren will Kurtishi nicht – «da kommen wir nicht weit».

Wieso das Handy explodierte, ist unklar. Möglich ist, dass es mit der Hitze zusammenhängt. «Wenn ein Handy hohen oder sehr tiefen Temperaturen ausgesetzt wird, kann es explodieren. Das ist aber extrem selten», sagt Marcel Held, Akku-Experte bei der Empa. Am wohlsten fühle sich ein Akku bei Zimmertemperatur. Held rät zudem: «Man sollte sicher nur Original-Akkus und -Ladegeräte verwenden.» Samsung will jetzt Kontakt mit Kurtishi aufnehmen. «Solange das Handy nicht untersucht worden ist, können wir aber noch nichts sagen», so Sprecherin Mirjam Berger.

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