Pläne in Italien: Handy-Entzug als Strafe für Telefonieren am Steuer
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Pläne in ItalienHandy-Entzug als Strafe für Telefonieren am Steuer

Handy-Entzug als Strafe für das Telefonieren am Steuer: Diese Idee ist nun in Italien auf dem Tisch. In der Schweiz stösst die Massnahme jedoch auf Skepsis.

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gbr/qll
Handy am Steuer - Ungeheuer: Der Handy-Entzug soll dagegenwirken.

Handy am Steuer - Ungeheuer: Der Handy-Entzug soll dagegenwirken.

Um die Zahl von Autounfällen zu verringern, die durch die Ablenkung durch Handynutzung verursacht werden, will Asaps, die Gesellschaft für die Strassensicherheit in Italien, eine spezielle Strafe einführen: Handy-Entzug. Das hatte Anfang Jahr auch der SPD-Innenminister Ralf Jäger für Deutschland verlangt.

Im Wiederholungsfall längerer Handy-Entzug

Gemäss Asaps sollte die passende Strafe für Handy-Sünder folgendermassen aussehen: Bei Fahrern mit Handy am Steuer sollte das Handy inklusive SIM-Karte einen Monat lang entzogen werden. Im Wiederholungsfall soll es sogar noch längere Handy-Strafen geben, wie «Le Matin» schreibt.

Das sei die einzige Möglichkeit, etwas zu bewirken. Denn, so die Asaps, bisher habe nichts etwas gebracht, die Bussen hätten die Telefoniererei und Tipperei am Steuer nicht reduziert, es würden immer noch über 12 Prozent der Lenker die Geräte am Steuer nutzen.

Und in der Schweiz?

Fragt man bei RoadCross Schweiz, ob eine solche Massnahme auch für die Schweiz nötig und sinnvoll sei, heisst es: «Auch wir sehen Handlungsbedarf, würden statt eines rechtlich sowieso fragwürdigen Handyentzugs aber eher schwerpunktmässige Kontrollen durch die Polizei und mehr präventive Massnahmen begrüssen», so Geschäftsführerin Valesca Zaugg.

Wie verbreitet der Handygebrauch am Steuer in der Schweiz ist, ist unklar. Zaugg: «Wir würden uns genaue Statistiken wünschen – doch die gibt es leider nicht.» Ablenkung sei zwar eine der häufigsten Unfallursachen, doch in diese Kategorie gehören alle Formen von Ablenkung. «So lässt sich nur erahnen, wie oft Handys im Spiel sind», so Zaugg.

Entzug bringt nichts

Beim TCS ist man überzeugt: «Der Entzug eines Handy nützt nichts und verhindert auch nicht, dass sich Motorfahrzeuglenker einfach ein Ersatzhandy besorgen», so Sprecher Stephan Müller.

«Die Leute immer gleich zu bestrafen», der Schuss könne schnell nach hinten losgehen. Seiner Meinung nach muss man an die Vernunft zu appellieren. «Deshalb setzt der TCS auf Prävention», so Müller.

Beim Bundesamt für Strassen (Astra) ist ein solches Handyverbot laut Sprecher Thomas Rohrbach nie ein Thema gewesen: «Diese eher plakative Massnahme wäre schwer umzusetzen», so Rohrbach, «zudem würde sie kaum auf Akzeptanz stossen.»

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