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Ärger mit Telekom-AnbieternHandy-Rechnungen sorgen am häufigsten für Ärger

Ombudscom hat zum ersten Mal die Zahlen der Schlichtungsverfahren von Telekom-Anbietern preisgegeben: Teure Rechnungen und Roamingkosten verärgern die Kunden am meisten.

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bsc
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Wer Streit mit seinem Telekom-Anbieter hat und auf keinen grünen Zweig kommt, kann sich an die Ombudscom wenden. Diese leitet, wenn nötig, ein Schlichtungsverfahren ein.

Wer Streit mit seinem Telekom-Anbieter hat und auf keinen grünen Zweig kommt, kann sich an die Ombudscom wenden. Diese leitet, wenn nötig, ein Schlichtungsverfahren ein.

Keystone/Christian Beutler
Wie oft Swisscom, Sunrise, Salt und UPC solche Verfahren durchlaufen, war bisher unbekannt. Jetzt konnte SRF die Daten zum ersten Mal einsehen.

Wie oft Swisscom, Sunrise, Salt und UPC solche Verfahren durchlaufen, war bisher unbekannt. Jetzt konnte SRF die Daten zum ersten Mal einsehen.

Keystone/Melanie Duchene
Die Auswertungen von SRF zeigten: In den letzten fünf Jahren wurden über 6000 Schlichtungsverfahren durchgeführt. Über 3000 der Verfahren betrafen die vier grossen Schweizer Telekommunikations-Konzerne: Swisscom, Sunrise, Salt und UPC.

Die Auswertungen von SRF zeigten: In den letzten fünf Jahren wurden über 6000 Schlichtungsverfahren durchgeführt. Über 3000 der Verfahren betrafen die vier grossen Schweizer Telekommunikations-Konzerne: Swisscom, Sunrise, Salt und UPC.

Keystone/Eddy Risch

Teure oder falsche Roamingkosten und SMS: Streitereien mit dem Telekom-Anbieter hatten schon die meisten. Wer keine Lösung findet, kann Beschwerde bei der Schlichtungsstelle der Telekombranche einreichen: der Ombudscom. Diese kann ein Schlichtungsverfahren eröffnen

Wie oft Swisscom, Sunrise, Salt und UPC solche Verfahren durchlaufen, war bisher unbekannt. Die Ombudscom wollte die Daten nicht preisgeben. SRF ist mit dem Fall vor das Bundesverwaltungsgericht und hat gewonnen. Jetzt konnte SRF die Daten zum ersten Mal einsehen.

Die Auswertungen von SRF zeigen: In den letzten fünf Jahren wurden über 6000 Schlichtungsverfahren durchgeführt. Über 3000 der Verfahren betrafen die vier grossen Schweizer Telekommunikationskonzerne: Swisscom, Sunrise, Salt und UPC.

Salt schneidet besonders schlecht ab

Die meisten Verfahren fielen auf Salt. «Das ist kein gutes Zeugnis, das ist weit unter unseren Ambitionen», sagt Salt-CEO Pascal Grieder zu SRF. Doch Salt habe sich inzwischen massiv verbessert: 2019 sei weit von diesen schlechten Resultaten entfernt.

Grund für die meisten Schlichtungsverfahren waren falsche oder zu teure Rechnungen bei den grossen Anbietern. Laut SRF wurde seit 2014 über 1300 Mal der Beschwerdegrund «Rechnungstellung» angegeben.

Bei Salt machten falsche oder zu teure Rechnungen über 40 Prozent der Verfahren aus. Laut Griederer habe Salt tatsächlich Probleme gehabt und diverse IT-Umstellungen hinter sich. Aber: «Das ist ein Bereich, in dem wir uns deutlich verbessert haben.»

Roamingkosten und Vertragskündigungen sorgten ebenfalls für viele Beschwerden und Ärger bei den grossen Schweizer Telekom-Anbietern. Allerdings haben die Schlichtungsverfahren seit 2015 abgenommen. Grund dafür ist laut SRF die Einführung einer Gebühr von 20 Franken, die die Kunden am Schluss des Verfahrens bezahlen müssen.

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