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Verschlucktes HandyHandy schlägt Krokodil auf den Magen

Noch immer liegt dem Krokodil Gena ein Handy, welches es vor einem Monat verschluckte, schwer auf. Das Tier frisst nicht und schleicht lustlos umher.

Gena, das Krokodil mit Klingelton.

Gena, das Krokodil mit Klingelton.

Die Mitarbeiter des Aquariums in Dnjepropetrowsk, Ukraine, wollten es erst gar nicht glauben, als sich eine junge Frau beschwerte, dass ein Krokodil ihr ins Wasser gefallenes Mobiltelefon gefressen habe. «Doch dann klingelte das Telefon, und der Ton kam aus dem Bauch von unserem Gena», sagt die Mitarbeiterin Alexandra.

Die Handybesitzerin Rimma Golowko gibt zu, dass sie an dem Vorfall schuld sei. Sie habe mit weit ausgestrecktem Arm ein Handy-Foto von Gena machen wollen, als das Krokodil gerade den Rachen weit aufgesperrt hatte, dabei sei ihr das Telefon versehentlich ins Wasser gefallen.

«Das sollte ein ganz dramatisches Bild werden, aber es hat nicht geklappt», räumt sie ein. Das Handy hat Golowko aufgegeben, aber sie möchte wenigstens die SIM-Karte zurück, auf der ihre Fotos und Kontakte gespeichert sind.

Gena liegt das Handy schwer im Magen

Das war vor vier Wochen. Seitdem geht es dem Krokodil schlechter. Es frisst nicht mehr und hat auch keinen Stuhlgang, wirkt niedergeschlagen und scheint Schmerzen zu haben. «Dem Tier geht es nicht gut», berichtet Alexandra. «Sein Verhalten hat sich geändert, es bewegt sich kaum und schwimmt viel weniger als sonst.»

Daher versuchten die Tierärzte, ihm anstelle des üblichen Schweine- und Rindfleischs lebende Wachteln zum Frass vorzuwerfen, die eigens mit Vitaminen und einem Abführmittel gespritzt wurden. Doch Gena hatte auch darauf keinen Appetit.

Er mag auch nicht mit seinen drei Artgenossen spielen, obwohl er das Leittier ist. «Er ist der Grösste und Älteste; vielleicht hat er das Telefon geschnappt, um seine Gruppe zu beschützen», mutmasst Alexandra.

Wenn das Krokodil weiter die Nahrung verweigert, muss es nächste Woche zum Röntgen, wie der leitende Tierarzt Oleksandr Schuschlenko erklärt. Das Handy operativ zu entfernen, wäre der letzte Ausweg, weil Schnitte und Stiche bei Reptilien frühestens in drei Wochen verheilten und die Prozedur für Tier und Mensch gefährlich sei.

«Alles hängt davon ab, wo der Fremdkörper lokalisiert wird», sagt Schuschlenko. «Wir haben nicht viel Erfahrung mit der Arbeit an so grossen Tieren.» (sda)

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