Aus Angst vor Krebs: Handyantenne gesprengt – vier Tote
Aktualisiert

Aus Angst vor KrebsHandyantenne gesprengt – vier Tote

In Israel haben Anwohner aus Angst vor Erkrankungen einen Anschlag auf eine Mobilfunkantenne verübt. Bei der gewaltigen Explosion kamen vier Menschen ums Leben.

Aus Angst vor Krebs sprengten Anwohner in Israel eine Handyantenne.

Aus Angst vor Krebs sprengten Anwohner in Israel eine Handyantenne.

Mindestens vier Menschen sind bei einer Gasexplosion in der israelischen Küstenstadt Akko getötet worden. Polizisten suchen in den Trümmern noch immer nach Verschütteten. Der Vorfall ereignete sich in der Nacht auf Montag.

Die Explosion könne durch einen Brandanschlag auf eine örtliche Mobilfunkantenne ausgelöst worden sein, vermutet die Polizei. Anwohner hätten sie als Auslöser für mehrere Krebsfälle in der Nachbarschaft gesehen. Das dreistöckige Gebäude im Hafenbereich sei fast vollständig eingestürzt, sagte Polizeisprecher Micky Rosenfeld.

«So etwas habe ich noch nie erlebt»

«Etwa um zwei Uhr morgens habe ich eine riesige Explosion gehört, so etwas habe ich noch nie erlebt», erzählte die gegenüber wohnende Nadia Amara dem israelischen Radio. Ihre Fenster seien zerbrochen und alles sei voll Staub. «Ich wollte sehen, was mit der Wohnung gegenüber ist und da sah ich, da ist keine Wohnung mehr.»

In Israel werden sehr viele Gebäude mit Gas versorgt. Erst im vergangenen Monat waren bei einer Gasexplosion in Jerusalem ein Paar und sein zweijähriger Sohn ums Leben gekommen. (sda)

Deine Meinung