Handyverbot an den Schulen: Nicht alle halten sich daran

Aktualisiert

Handyverbot an den Schulen: Nicht alle halten sich daran

Seit dem 1. Januar gilt das Handyverbot an den Luzerner Volksschulen auf dem ganzen Schulareal. Erste Reaktionen reichen von «doof» bis «nötig».

Lorenzo Petrachi (14), Schüler der ersten Realklasse im Oberstufenzentrum Mariahilf, packt sein Natel nicht aus: «Sonst wird es mir eh nur weggenommen.» Der 13-jährige Markus Graf bleibt da cooler: «Ich kann das Handy auf lautlos stellen, so hört es niemand.»

Ob unter dem Pult oder in den WC-Anlagen, die Schüler finden auch weiterhin Möglichkeiten, unbemerkt SMS zu schreiben. «Mit dem Telefonieren ist es allerdings schwieriger», so Bérénice Buschauer (15) von der zweiten Sekundarschule. «Die Lehrer greifen sofort durch, wenn es klingelt oder herumliegt,» so Bérénice weiter.

Viele Schüler verstehen, dass das Handy während dem Unterricht nicht gebraucht werden darf. Weshalb jedoch ausserhalb der Schulstunden auf dem Areal nicht telefoniert werden darf, stösst auf Unverständnis und wird als «doof» empfunden.

Für die Schulleiterin Marie-Theres Gassmann vom Tribschenschulhaus ist das Verbot ein «gemachtes Drama». Gassmann: «Der gesunde Menschenverstand sollte doch ausreichen; es braucht weder Regeln noch ein Handy an der Schule.» Der einzige Vorteil des Verbotes sei, dass damit eine juristische Grundlage beim Einziehen von Telefonen bestehe.

Nico Steinmann

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