Hanf-Lotti will gesammelte Spendengelder zurück
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Hanf-Lotti will gesammelte Spendengelder zurück

Hanf-Pionierin Lotti Loosli steht vor dem Nichts. Jetzt will sie wenigstens ihr Hifsprojekt retten. Und träumt von einem Hanf-Mystery-Park.

Lotti Loosli kann immer noch nicht glauben, dass alles, wofür sie geschuftet und woran sie geglaubt hat, unrecht sein soll. Jahrelang war sie überzeugt, dass ihre Hanfzucht und Cannabisprodukte legal waren. Bis die Polizei ihr Vermögen sicherstellte und die Plantage rodete (20 Minuten berichtete). Seither ist sie mehrmals zusammengebrochen und musste ihre 12 Angestellten entlassen.

«Ich bin sowieso ruiniert, aber ein Teil des beschlagnahmten Gelds war für ein Altersheim in Sri Lanka», sagt Loosli. Ganze Schulklassen hätten gespendet, aber dafür gebe es keine Belege. Deshalb findet in Brienz am 4. September ein Anlass statt, bei dem sich alle Gönner auf einer Liste eintragen können. Damit will sie die 8500 Franken Spenden von den Behörden zurückfordern.

Lotti träumt von einem Neuanfang: «In den Treibhäusern möchte ich einen kleinen Mystery-Park mit Hanf, Heilpflanzen und Kulturveranstaltungen eröffnen.»

Patrick Marbach

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