Hanf-Verkauf: Wafa wettert gegen Kollegen
Aktualisiert

Hanf-Verkauf: Wafa wettert gegen Kollegen

Die Stadt will prüfen, ob Cannabis kontrolliert verkauft werden kann. Jetzt ist Gemeinderat Kurt Wasserfallen der Kragen geplatzt: Damit mache sich die Stadt lächerlich.

Auf seiner privaten Webseite schimpft Kurt Wasserfallen: «Hanf erlauben – so ein Mist!» Und: «Wundern wir uns nicht, wenn die Stadt Bern nur noch als unglaubwürdige und lächerliche Partnerin angesehen wird.»

Grund für Wasserfallens Wut ist der Entscheid der Stadt, zu prüfen, ob ein kontrollierter Hanfverkauf möglich ist – obwohl alle Gesetze dagegen sprechen. Wasserfallen war immer ein Hanfgegner, doch mit seiner jetzigen Attacke greift er nicht nur das Parlament an, sondern auch seine Kollegen im Gemeinderat. Damit verstösst er gegen das so hoch gepriesene Kollegialitätsprinzip.

«Dazu stehe ich», sagt Kurt Wasserfallen. «Ich habe im Gemeinderat gesagt, dass ich mich bei diesem Thema nicht zurückhalte.» Die Kollegen hätten dies zur Kenntnis genommen – die Stimmung habe sich dadurch nicht verändert. Wasserfallen: «Für mich stehen die Ethik und die Bundesverfassung über dem Kollegialitätsprinzip.»

Er verstehe nicht, dass rot-grüne Politiker auf Kosten der Stadt ihre Ideologie «befriedigen» wollen: «Da lasse ich mir sicher keinen Maulkorb verpassen», sagt Wasserfallen.

Philipp Probst

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