Hanfanbau nur noch mit Bewilligung des Kantons?
Aktualisiert

Hanfanbau nur noch mit Bewilligung des Kantons?

Wer im Kanton
Bern Hanf anbauen
will, soll künftig eine
Bewilligung einholen
müssen. Dies fordern
Berner Politiker.

«Der Drogenhanfanbau im Kanton Bern floriert und die Hanflobby treibt ein Katz- und-Maus-Spiel mit der Polizei», sagt SVP-Grossrätin Sabina Geissbühler. Für die Hanfgegnerin ist klar: Mit den aktuellen Gesetzen könne man an der Situation nichts ändern. Denn heute müsse die Polizei beweisen, dass auf einem Feld Hanf mit zu hohem THC-Gehalt angebaut werde. Erst dann darf sie eine Ernte beschlagnahmen: ein langwieriger Prozess, während dem der Hanf laut Geissbühler nicht selten einfach verschwindet.

In einem breit abgestützten Vorstoss verlangt sie nun ein griffiges Hanfgesetz: Bevor jemand Hanfpflänzchen setzt, soll er beim Kanton Saatgut, THC-Gehalt, Verwendungszweck und Abnehmer deklarieren. Erst dann soll er eine Bewilligung erhalten. Der Polizei falle es so leichter, legale von illegalen Hanfplantagen zu unterscheiden: «Jedes unbewilligte Feld könnte quasi abgegrast werden», so Geissbühler. Im Kanton Baselland habe man mit einem solchen Hanfgesetz bereits gute Erfahrungen gemacht.

Hanfbauer Markus Dietschi zweifelt aber an der Tauglichkeit einer solchen Regelung: «Die Angaben sind kaum kontrollierbar.»

hal

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