Aargau: Hanfanlage führt Polizei zu Sex-Verbrecher

Aktualisiert

AargauHanfanlage führt Polizei zu Sex-Verbrecher

Die Kantonspolizei Aargau hob eine Hanfanlage aus - und entdeckte dabei, dass der Betreiber nicht nur Cannabis züchtete, sondern auch Frauen auf sadistische Art missbrauchte.

von
lüs

Die Feuerwehr rückte am 22. März dieses Jahres wegen eines Wasserschadens zu einem Lagerhaus in Hausen AG aus. In mehreren Räumen im Untergeschoss des Gebäudes wurde daraufhin eine professionelle Hanfanlage entdeckt. Weil er sie mit einer Alarmanlage gesichert hatte, war auch deren Betreiber, ein 59-jähriger Schweizer, schnell vor Ort - und wurde verhaftet.

Hinter Gittern sitzt er heute noch. Denn der Mann hatte nicht nur mit 650 Pflanzen Cannabis produziert, er hat noch viel mehr auf dem Kerbholz. In einem Kellerabteil, das er gemietet hatte, machte die Aargauer Kantonspolizei eine unheimliche Entdeckung. Im Keller stand ein Bett. «Dazu eine Videokamera, Licht und Fernseher. Es wurden diverse Tabletten und mehrere Videos beschlagnahmt», sagt Elisabeth Strebel, Sprecherin der Aargauer Staatsanwaltschaft, zum «Blick». Die Aufnahmen zeigen, wie der Mann sechs bewusstlose Frauen sexuell missbraucht, schlägt und quält.

Noch nicht alle Opfer bekannt

Weil die Gesichter der Frauen in den Videos teilweise schwer zu erkennen sind, hat die Polizei erst einen Teil der Opfer ausfindig gemacht. Gegen den Mann ermittelt die Staatsanwaltschaft nun wegen sexueller Nötigung und eventuell Schändung, Herstellung von Pornographie, Körperverletzung, Verletzung des Geheim- und Privatbereichs durch Aufnahmegeräte und qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz.

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