Aktualisiert 01.12.2011 14:54

Trotz harten AuflagenHannover-Fans werfen Flaschen auf Polizei

Mit harten Fan-Auflagen wollte die Lütticher Polizei vor dem Europa-League-Spiel zwischen Standard und Hannover 96 Randale wie vor der Partie gegen den FCZ verhindern. Geklappt hat es nur bedingt.

von
pre
Die Fans von Hannover 96 sorgten bereits im Stadion mit dem Zünden von Pyros für Ärger. (Bild: Keystone)

Die Fans von Hannover 96 sorgten bereits im Stadion mit dem Zünden von Pyros für Ärger. (Bild: Keystone)

Seit der Heysel-Katastrophe von Brüssel im Jahr 1985, als aufgrund von Fan-Ausschreitungen während dem Meistercup-Final zwischen Juventus Turin und dem FC Liverpool 39 Menschen getötet wurden, fürchten die Belgier die Gewalt rund um den Fussball.

Die Ausschreitungen vor der Champions-League-Qualifiktions-Partie zwischen Standard Lüttich und dem FC Zürich Ende Juli haben die Stadtregierung vor dem Riskiko-Spiel gegen Hannover 96 dazu veranlasst, den Auswärtsfans der Deutschen drastische Massnahmen aufzuerlegen. Sonderzüge wurden gestrichen, Fan-Schals und -Trikots verboten und Spaziergänge durch die Innenstadt quasi verunmöglicht. Die Behörden versuchten so, Randale im Zentrum Lüttichs möglichst zu verhindern.

Flschenwürfe und Wasserwerfer

In der Innenstadt blieb es vor und nach dem Spiel tatsächlich ruhig. Dafür sorgten die Hannover-Fans, die sich durch die harten Massnahmen schikaniert und provoziert fühlten, rund ums Stadion für Aufruhr. Nach Hannovers grösstem Erfolg auf europäischer Bühne seit 19 Jahren flogen zunächst Flaschen in Richtung Polizei. «50 Rowdys sind aus dem Stadion rausgekommen, haben die Polizei provoziert und angegriffen», berichtete der Einsatzleiter der Lütticher Ordnungshüter.

Zwei Wasserwerfer fuhren auf dem Busparkplatz des Maurice-Dufrasne-Stadion vor, die Polizei setzte Pfefferspray und Schlagstöcke ein. Vier Hannoveraner wurden festgenommen. Verletzte bei Polizei oder Fans hat es aber nicht gegeben. Die Lütticher Behörden sahen sich denn auch bestätigt, dass die Stadtverwaltung im Vorfeld solch restriktive Auflagen erlassen hatte.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.