BDP: Hans Grunder nimmt Abschied von der Politik
Aktualisiert

BDPHans Grunder nimmt Abschied von der Politik

Er war der erste Parteipräsident der BDP. Nun wird der Berner im Herbst als Nationalrat zurücktreten.

von
roy
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Hans Grunder hört nach 12 Jahren im Nationalrat auf: Der Politiker an der BDP-Delegiertenversammlung in Fribourg. (12. Januar 2019)

Hans Grunder hört nach 12 Jahren im Nationalrat auf: Der Politiker an der BDP-Delegiertenversammlung in Fribourg. (12. Januar 2019)

Keystone/Adrien Perritaz
Er versichert, nach seinem Rücktritt nicht mehr Bundeshaus anzutreffen zu sein.

Er versichert, nach seinem Rücktritt nicht mehr Bundeshaus anzutreffen zu sein.

Keystone/Anthony Anex
Bis 2012 war Grunder BDP-Parteipräsident. Sein Nachfolger wurde Martin Landolt (im Bild).

Bis 2012 war Grunder BDP-Parteipräsident. Sein Nachfolger wurde Martin Landolt (im Bild).

Keystone/Adrien Perritaz

Der Berner BDP-Nationalrat Hans Grunder tritt zwei Medienberichten zufolge am Ende der Legislatur zurück. Der heute 62-jährige Gründungspräsident der Bürgerlich-Demokratischen Partei will Abschied von der Politik nehmen. «12 Jahre sind genug», sagt Grunder gemäss der «SonntagsZeitung».

Im Interview mit dem «SonntagsBlick» erklärt der Beratungsunternehmer, dass er selbst vor einigen Jahren eine Amtszeitbeschränkung von zwölf Jahren für Parlamentarier gefordert habe. «Ich habe diese Legislatur nur absolviert, weil meine Partei sich vor vier Jahren in Schieflage befand.»

Grunder wurde als Vertreter der SVP 1999 ins Berner Kantonsparlament gewählt. 2007 wurde er Nationalrat. Die rechtskonservative Linie des Zürcher SVP-Flügels behagte Grunder aber immer weniger. So gehörte er im November 2008 zu den Mitbegründern der BDP. Bis 2012 war Grunder BDP-Parteipräsident. Sein Nachfolger wurde Martin Landolt.

Im «SonntagsBlick» versichert Grunder, dass man ihn im Bundeshaus danach nicht mehr treffen werde. «Es war ja nicht immer nur schön.» Er habe nach der Gründung der BDP ein halbes Jahr unter Personenschutz gestanden, da SVP und «Weltwoche» versucht hätten, ihn mundtot zu machen.

Derzeit sieben Sitze im Nationalrat

Der Politiker, der bereits zwei Schlaganfälle erlitten hat, hatte im vergangenen Dezember angekündigt, sich per März 2019 aus dem von ihm geschaffenen und heute zum Energiekonzern BKW gehörenden Vermessungs-Ingenieurunternehmen Grunder zurückzuziehen. Er hat laut eigenen Angaben eine Beratungsgesellschaft gegründet. Grunder wohnt in Rüegsau, hat fünf Kinder und einen Enkel. Er betreibt ausserdem eine Pferdezucht mit 25 Tieren.

Die BDP Schweiz verfügt derzeit über sieben Sitze im Nationalrat sowie über einen Sitz im Ständerat. Vier der Parlamentarier stammen aus dem Kanton Bern. Der amtierende Berner BDP-Ständerat Werner Luginbühl verzichtet auf eine erneute Kandidatur. Ins Rennen im Herbst steigt stattdessen Regierungsrätin Beatrice Simon. Ihre Kandidaten für die National- und Ständeratswahlen nominiert die Berner BDP offiziell am 27. Februar. (roy/sda)

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