Berner Kunstmuseum - Hansjörg Wyss spendet 30 Millionen Franken – unter einer Bedingung
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Berner KunstmuseumHansjörg Wyss spendet 30 Millionen Franken – unter einer Bedingung

Hansjörg Wyss spendet der Stadt Bern eine beträchtliche Summe – und so ein neues Kunstmuseum. Der Berner Milliardär sorgte zuletzt in den USA für Aufsehen.

von
Céline Meisel
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Milliardär und Philanthrop Hansjörg Wyss steuert eine beträchtliche Summe für das Projekt «Zukunft Kunstmuseum Bern» bei.

Milliardär und Philanthrop Hansjörg Wyss steuert eine beträchtliche Summe für das Projekt «Zukunft Kunstmuseum Bern» bei.

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Die Hodlerstrasse soll weitgehend für den Verkehr abgesperrt werden. Das ist Bedingung für das Investment. 

Die Hodlerstrasse soll weitgehend für den Verkehr abgesperrt werden. Das ist Bedingung für das Investment.

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Wyss ist schon seit längerem Gönner des Kunstmuseums in Bern und spendete bereits 20 Millionen Franken. 

Wyss ist schon seit längerem Gönner des Kunstmuseums in Bern und spendete bereits 20 Millionen Franken.

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Darum gehts

  • Der Berner Milliardär Hansjörg Wyss spendet eine Sanierung des Kunstmuseums Berns.

  • Das Geld erhielt der Stiftungsrat nur unter der Bedingung, dass die Hodlerstrasse vom Verkehr abgeschlossen wird.

  • Auch Bären- und Waisenhausplatz sollen erneuert werden.

  • Das Projekt soll 2026 fertig sein.

Mit dem Projekt «Zukunft Kunstmuseum Bern» hat die Stadt Bern Grosses vor: Die Stadt erhält ein neues Kunstmuseum. Der Altbau an der Hodlerstrasse muss dringend saniert werden – bei starkem Regen tropft es ins Gebäude und bildet Pfützen, wie die «Berner Zeitung» berichtet.

Möglich macht das Vorhaben unter anderem der in den USA lebende Schweizer Milliardär Hanjörg Wyss. 25 Millionen erhält das Kunstmuseum Bern, fünf Millionen die Stadt Bern, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Bereits vor vier Jahren hatte Wyss Interesse an dem Projekt gezeigt – und sogar seine Investition von 20 auf 25 Millionen Franken erhöht.

Im Gegenzug für sein Engagement stellte Wyss eine Bedingung: Die Hodlerstrasse soll vom Durchgangsverkehr befreit werden. Deswegen soll es eine neue Verkehrsführung geben. Die Autos, die momentan direkt vor dem Kunstmuseum aus dem Metro-Parking kommen, sollen das Parking beim Eingang auch wieder verlassen können.

Profit für Gastronomie, Hotellerie und Detailhandel

Mit einem Ersatzneubau soll das Kunstmuseum mit «offenen und lichten Räumlichkeiten» zu einem Begegnungsort für Besucherinnen und Besucher werden. Auch Gastronomie, Hotellerie und der Detailhandel sollen davon profitieren. Gleichzeitig mit der Sanierung des Museums koordiniert die Stadt Bern auch eine Aufwertung der Hodlerstrasse und eine Neugestaltung des Bären- und Waisenhausplatzes. Damit trifft man nicht nur zwei, sondern «gleich mehrere» Fliegen auf einen Schlag, wie es in der Medienmitteilung heisst.

Die technischen Abklärungen sollen bis 2022 eingeholt werden, damit das Projekt zwischen 2026 und 2029 realisiert werden kann.

Wer ist Hansjörg Wyss?

Der Berner aus dem Weissensteinquartier stammt aus einfachen Verhältnissen. Er arbeitete in verschiedensten Branchen, als Journalist, Pöstler, Textilhersteller und schlussendlich in der Pharmaindustrie, durch die er zu seinem Vermögen gelangte. Mit dem Verkauf von Synthes an Johnson & Johnson im Jahr 2011 wurde er auf einen Schlag zu einem der reichsten Schweizer. Sein Vermögen wurde 2021 von Forbes auf sechs Milliarden US-Dollar geschätzt.

Zuletzt sorgte er in den USA für Aufsehen. Er bot beim Verkauf der «Chicago Tribune» mit; ausserdem reichte eine rechtskonservative Gruppe eine Beschwerde ein, weil sich Wyss als Ausländer verbotenerweise finanziell in den US-Wahlkampf eingeschaltet haben soll.

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