Grono GR: Happy End für Waldkauz – Polizei wünscht einen guten Flug

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Grono GRHappy End für Waldkauz – Polizei wünscht einen guten Flug

Die Kantonspolizei Graubünden rettete kürzlich einen Waldkauz von einer Strasse bei Grono GR. Nun konnte der Vogel nach einer Versorgung durch den Tierschutzverein Bellinzona zurück in die Natur gebracht werden. 

von
Ammar Jusufi
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Der junge Waldkauz darf wieder in die Natur. 

Der junge Waldkauz darf wieder in die Natur. 

Kapo GR
So hatte die Kantonspolizei das Tier auf der Strasse vorgefunden. 

So hatte die Kantonspolizei das Tier auf der Strasse vorgefunden. 

Kapo GR
Der Waldkauz bekam in einer Auffangstation Futter und die nötige Versorgung. 

Der Waldkauz bekam in einer Auffangstation Futter und die nötige Versorgung. 

Tierschutzverein Bellinzona

Darum gehts

  • Die Kapo GR rettete in Grono GR einen Waldkauz von der Strasse. 

  • Der Tierschutzverein Bellinzona kümmerte sich um den jungen Greifvogel.

  • Jetzt konnte er wieder an derselben Stelle in die Freiheit gelassen werden. 

Die Kantonspolizei Graubünden konnte vor zwei Wochen einen angeschlagenen Waldkauz auf der Calancastrasse oberhalb von Grono GR retten. «Mit kugelrunden Augen liess er sich von einem Polizisten mit Handschuhen sachte anheben», sagte die Kantonspolizei Graubünden. Er wurde drauf von Polizisten zu einem Polizeistützpunkt gebracht. Dort wurde er von Mitarbeitern des Tierschutzvereins Bellinzona abgeholt.

Kürzlich kündigte die Kantonspolizei Graubünden auf Facebook das «Happy End» an. Der Waldkauz konnte nach einem zweiwöchigen Aufpäppeln durch den Tierschutzverein Bellinzona wieder am Fundort oberhalb von Grono GR in die Freiheit entlassen werden. «Guten Flug und gute Reise», fügt die Kapo Graubünden an.

Aufenthalt in Beobachtungsvoliere

Emanuele Besomi, Präsident des Tierschutzvereins Bellinzona, hatte den Vogel aufgenommen. Das Tier wurde von einem Greifvogelexperten durchgecheckt und dann in eine Beobachtungsvoliere gebracht und aufgepäppelt. Schon nach kurzer Zeit zeigte sich der junge Waldkauz wieder in bester Verfassung. Passend zum Tal, wo er gefunden wurde, tauften sie ihn auf den Namen «Calanca». 

Normalerweise setze man die Tiere immer dort aus, wo man sie gefunden hat. «In diesem Gebiet kennen sie sich am besten aus und vermutlich haben sie ihr Nest dort», sagt Besomi. Calanca habe besonders Glück gehabt. «Er hatte sich nichts gebrochen, war nur etwas orientierungslos und konnte nicht mehr fliegen», so Besomi. Der Tierschützer vermutet, dass Calanca von den Scheinwerfern eines Autos irritiert wurde und gegen das Fahrzeug geflogen ist. 

Andernfalls hätte die Rehabilitation viel mehr Zeit in Anspruch genommen. «Brüche bei Tieren können äusserst kompliziert werden», so der Präsident weiter. Ohne den Tierschutzverein wäre Calanca heute vielleicht nicht mehr da. «Wenn der Kauz nicht fliegen kann, kann er sich nicht mehr verteidigen. Dann wird er schnell zur Beute anderer Tiere», so Besomi. 

Findest du den Waldkauz süss?

Du weisst von einem Tier in Not?

Hier findest du Hilfe:

Feuerwehr, Tel. 118 (Tierrettung)

Polizei, Tel. 117 (bei Wildtieren)

Tierrettungsdienst, Tel. 0800 211 222 (bei Notfällen) 

Schweizerische Tiermeldezentrale, wenn ein Tier entlaufen/zugelaufen ist

Stiftung für das Tier im Recht, für rechtliche Fragen

GTRD, Grosstier-Rettungsdienst, Tel.  079 700 70 70 (Notruf)

Schweizerische Vogelwarte Sempach, für Fragen zu Wildvögeln, Tel. 041 462 97 00


Tierquälerei:

Meldung beim kantonalen Veterinäramt oder beim Schweizer Tierschutz (anonym möglich)

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