Aktualisiert 13.02.2009 10:32

Schul-KonkordatHarmoS wackelt in der Innerschweiz

Nach dem Nidwaldner Nein zu HarmoS treten auch Schwyz und Obwalden auf die Bremse. Die Konkordatskommission des Schwyzer Kantonsrates beantragt Nichteintreten. Obwalden überlegt sich, das Geschäft zurückzustellen.

In einer am Freitag veröffentlichten Medienmitteilung hält die Konkordatskommission fest, dass Schwyz schon viele Inhalte des HarmoS-Konkordates umgesetzt habe. Es gebe keinen Grund, zum jetztigen Zeitpunkt beizutreten und ein Volksnein zu provozieren. Noch nicht umgesetzte Punkte seien über die Verordnung anzupassen.

Mit dem eigentlichen Ziel der Harmonisierung der Volksschule (HarmoS) sei die Kommission grundsätzlich einverstanden. Allerdings gebe es strittige Punkte wie die obligatorischen Tagesstrukturen und den obligatorischen Zweijahreskindergarten, die ihrer Meinung nach im Kanton Schwyz keine Mehrheit finden würden.

Abtraktandierung in Obwalden?

In Obwalden war der Beitritt zum HarmoS-Konkordat im Kantonsrat ursprünglich für Juni 2009 traktandiert. Jetzt überlegt man sich, das Geschäft zurückzustellen. Hugo Odermatt, Sekretär des Bildungsdepartementes, bestätigte am Freitag einen entsprechenden Bericht der «Neuen Obwaldner Zeitung».

Bei einem allfälligen Beitritt würde die Obwaldner SVP das Referendum ergreifen. Und die Chancen für ein Ja werden in Obwalden noch als geringer eingestuft als in Nidwalden. Während in Nidwalden nämlich bereits heute 80 Prozent der Eltern den zweijährigen Kindergarten nutzen, sind es in Obwalden erst 20 Prozent.

(sda)

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