Harnstoffgehalt in allen Luzerner Becken zu hoch
Aktualisiert

Harnstoffgehalt in allen Luzerner Becken zu hoch

Wer in Luzerner Freibädern schwimmt, sollte danach recht gründlich duschen. In allen Becken liegt der Uringehalt über dem Grenzwert.

Einmal pro Saison werden aus allen künstlichen Badebecken des Kantons unangemeldet Stichproben genommen. «Bakteriologisch fielen sie dieses Jahr fast alle einwandfrei aus», sagt Ernst Fischer vom zuständigen Amt für Lebensmittelkontrolle und Veterinärwesen.

Einiges schlechter steht es um die Werte des Harnstoffgehalts: Die Richtlinie von zwei Milligramm pro Liter wurde in allen Becken überschritten. Das sei nicht gefährlich, beruhigt Fischer, fügt aber an: «In künstlichen Becken bade ich schon lange nicht mehr.»

Um den Wert des Harnstoffgehalts zu senken, gäbe es verschiedene Möglichkeiten: «Zum Beispiel Wasser ablassen und pro Badegast mindestens 30 Liter Frischwasser nachfüllen», so Fischer. «Aber das kostet halt viel.» Abhilfe würden auch eine Gästelimite schaffen oder Schilder, die auf das Problem aufmerksam machen. Fischer: «Beides eher unpraktikable Massnahmen.»

Tatsächlich: Für Marcel Wiesler, Chef vom Strandbad Lido, kommen sie nicht in Frage. Er wechselt das Badewasser zwar regelmässig, doch: «Das Problem vom Urin im Wasser kann man gar nicht in den Griff bekommen.»

Eva Wirth

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