Aktualisiert 09.01.2020 09:18

Harrys Rückzug

Queen wusste von nichts und ist «enttäuscht»

Prinz Harry und Herzogin Meghan kündigten an, sich von ihren royalen Ämtern zurückziehen zu wollen. Im Buckingham-Palast löste das grosse Überraschung aus.

von
mon

Prinz Harry und seine Frau Meghan wollen sich aus der ersten Reihe der Royals zurückziehen. «Wir wollen als ranghohe Mitglieder der Königsfamilie zurücktreten und arbeiten, um finanziell unabhängig zu werden», erklärte das Paar am Mittwoch.

In einer vom Buckingham-Palast verbreiteten Erklärung kündigten Harry und Meghan zudem an, künftig einen Teil des Jahres in Nordamerika zu verbringen.

Kein Royal wusste davon

Für die Mitglieder der britischen Königsfamilie dürfte der Entscheid der Sussexes ein Schock gewesen sein. Laut einem Royal-Experten bei der BBC habe niemand im Buckingham-Palast davon gewusst. «Es wurde mit keinem Mitglied der Familie besprochen», schrieb Jonny Dymond auf Twitter. Die älteren Royals fühlten sich darum «enttäuscht» und «verletzt».

Die Reaktionen aus dem Palast folgen der Aussage von Harry und Meghan, die Entscheidung sei «nach vielen Monaten des Nachdenkens» getroffen worden. Das Paar habe lange Diskussionen über die Entwicklung einer «fortschrittlichen, neuen Rolle» für sich innerhalb des Königshauses geführt.

Turbulentes Jahr

Der Herzog von Sussex und seine Frau haben ein turbulentes Jahr hinter sich. In einem Interview sprachen sie 2019 über die Schattenseiten eines Lebens in der Öffentlichkeit. Die britische Boulevardpresse hatte die US-Schauspielerin zunächst begeistert in der britischen Königsfamilie willkommen geheissen. Später wurde die Berichterstattung zunehmend kritisch.

Die Weihnachtsfeiertage verbrachten Harry und Meghan in Kanada, statt mit den anderen Mitgliedern des britischen Königshauses zu feiern. Der Herzog und die US-Schauspielerin hatten im Mai 2018 in Windsor geheiratet. Ein Jahr später kam ihr erstes Kind, Sohn Archie, zur Welt.

Am 6. Mai 2019 erblickte das Kind von Herzogin Meghan und Prinz Harry das Licht der Welt. (Video: Reuters) (mon/sda)

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