Aktualisiert 06.02.2008 22:29

Harte Linie gegen fehlbare Tierhalter

Im Kanton St.Gallen werden nach Zürich schweizweit am zweitmeisten Tierschutzstraffälle erfasst.

So wurden im vergangenen Jahr rund 400 Fälle von den Tierschutzbeauftragten beanstandet. Hinzu kommen 61 Strafanzeigen sowie 150 kostenpflichtige Verfügungen gegen Tierhalter.

Das bedeutet aber nicht, dass es hier besonders viele fehlbare Tierhalter gibt. «Im Kanton St.Gallen funktioniert der Vollzug sehr gut», sagt Gieri Bolliger von der Stiftung für das Tier im Recht. Für den St.Galler Tierschutzbeauftragten Franz Blöchlinger ist dies selbstverständlich: «Es ist unsere Pflicht, bei Missständen einzuschreiten und hart durchzugreifen.» Gravierend seien vor allem Missstände in privaten Tierhaltungen. «Es herrschen zum Teil erschreckende Zustände», sagt Blöchlinger. Er berichtet von Bergen von Kot und Skeletten in vergessen gegangenen Kaninchenhaltungen oder trostlos gehaltenen Schlangen und Vögeln.

kar/tif

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