Aktualisiert 03.05.2006 18:03

Guitar HeroHarte Saiten

Die Bässe dröhnen, die Fenster klirren, und die heimische Wohnung ist mit tosendem Applaus erfüllt. Mittendrin ein verzückter Mensch, der wie wild seine Gitarre bearbeitet und den rockigen Klängen lauscht.

Wer sich längere Zeit mit Guitar Hero beschäftigt, wird wohl über kurz oder lang Besuch von entnervten Nachbarn erhalten. Dabei kommt Guitar Hero eigentlich eher unspektakulär daher. Dem Spiel ist eine kleine Plastikgitarre mit fünf farbigen Knöpfen und einem Verzerrer beigelegt, die den Standardkontroller ersetzt und ein authentisches Feeling liefern soll. Obwohl sehr einfach ausgelegt, hat es diese Gitarre in sich, wie man bereits im Einführungskurs bemerkt. Die Finger einzeln und fliessend zu bewegen, erweist sich für Unerfahrene nämlich als grosses Kunststück. Doch zum Glück geht Guitar Hero die Musiksessions behutsam an: In der einfachsten Stufe werden bei den Liedern maximal drei Tasten einzeln benötigt. Allerdings steigert sich das über drei weitere Stufen und 30 Rocksongs zu virtuosen Fingerübungen, die alles vom Hobbygitarristen abverlangen — hart, aber fair. Als Spielaufhänger erweisen sich die acht auswählbaren Gitarristen und die sechs verschiedenen Konzertplätze. Denn während man sich durch Evergreens von «More than a Feeling» bis zu «Symphony of Destruction» rockt, ist die gesamte Konzentration sowieso nur auf die zu spielenden Griffe fokussiert. Vielversprechend gestaltet sich zudem der Duett-Modus, den man zur Not auch mit einem normalen Kontroller bewältigen kann, sollte es an einer zweiten Gitarre fehlen.

Game: Guitar Hero

Typ: Gitarren-Simulation

Plattform: Playstation 2

Entwickler: RedOctane

Publisher: Capcom

Rating: 4 von 5 Punkten

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