Aktualisiert 12.12.2006 22:27

Harte Strafen für Rhäzünser Buben

Urteile im Vergewaltigungsfall von Rhäzuns: Der 13-Jährige erhielt die härtestmögliche Strafe und muss ins Jugendheim, beim 11-Jährigen wurde eine Erziehungshilfe verfügt.

Die beiden kosovo-albanischen Knaben sind geständig, Mitte Juni dieses Jahres ein fünfjähriges Mädchen in Rhäzüns sexuell missbraucht zu haben. Der Fall war Ende August bekannt geworden und hatte landesweit für Aufsehen gesorgt.

Der 13-Jährige wurde in ein Jugendheim eingewiesen, und beim Elfjährigen wurde eine Erziehungshilfe angeordnet. Zudem müssen sich beide einer Therapie unterziehen. Diese Massnahmen wurden teilweise bereits auf Anfang Schuljahr 2006/07 verfügt und beinhalten auch, dass die beiden Täter nicht mehr in Rhäzüns zur Schule gehen. Der Jüngere wurde deshalb in ein Schulinternat eingewiesen. Die Massnahmen sind laut dem Bündner Jugendanwalt Albert Fausch nicht befristet. Sie werden folglich erst aufgehoben, wenn sie den Zweck erreicht haben, spätestens aber mit dem zurückgelegten 20. Altersjahr.

Wie es im Vergewaltigungsfall von Zürich-Seebach weitergeht, ist noch offen: Die mutmasslichen Täter sitzen noch bis 21. Dezember in U-Haft.

(AP)

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