Aktualisiert 31.01.2012 20:03

20 und 17 Jahre

Harte Strafen im Mordfall Birmenstorf

Zwei Männer haben wegen Mordes an einem 65-Jährigen aus Birmenstorf AG lange Haftstrafen kassiert. Sie haben die Tat gestanden.

Das Bezirksgericht Baden hat am Dienstag zwei Männer wegen Mordes zu 20 und 17 Jahren Gefängnis verurteilt. Das Gericht verzichtete jedoch auf die für einen der Angeklagten geforderte Verwahrung. Die Männer hatten 2008 einen Schweizer in Birmenstorf AG getötet.

Sie fesselten den pensionierten Gärtner und Heiler und töteten ihn durch Schläge mit einer Pistole sowie durch Ersticken mit Plastiksäcken. Sie wollten den 65-Jährigen ausrauben. Am Tag zuvor hatten sie den Mann besucht, um sein Vertrauen zu gewinnen.

Rund zwei Monate später gingen die beiden Männer bei einer Personenkontrolle in Strassburg (F) der Polizei ins Netz und wurden an die Schweiz ausgeliefert. Bei Befragungen gestanden sie 2009 das Tötungsdelikt.

Gericht verzichtet auf Verwahrung

Gemäss dem Urteil muss ein 26-jähriger Schweizer türkischer Abstammung für 20 Jahre ins Gefängnis. Das Gericht verzichtete jedoch auf eine Verwahrung, da die psychischen Krankheiten des Täters als behandelbar eingestuft wurden.

Der zweite Hauptangeklagte - ein 31-jähriger Türke - wurde zu 17 Jahren Gefängnis verurteilt. Ausser des Verzichts auf die Verwahrung folgte das Gericht weitgehend den Anträgen der Staatsanwaltschaft. Den Verurteilten wird die Untersuchungshaft an die Freiheitsstrafen angerechnet.

Zwei Nebenangeklagte wurden, unter anderem wegen Gehilfenschaft zu versuchtem Diebstahl, ebenfalls schuldig gesprochen. Einer erhielt 18 Monate Freiheitsstrafe bedingt bei vier Jahren Probezeit. Der andere wurde zu 22 Monaten bedingt auf fünf Jahre verurteilt. (sda)

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