Aktualisiert 06.10.2007 18:29

Leichtathletik

Harte Worte von IAAF-Präsident Diack

Lamine Diack, der Präsident des Leichtathletik-Weltverbandes (IAAF), hat sich von der geständigen Dopingsünderin und Olympiasiegerin Marion Jones enttäuscht gezeigt.

«Es ist eine Tragödie», teilte Diack in einem Statement mit. «Wenn Jones ihren natürlichen Begabungen vertraut und sie mit Selbstaufgabe und harter Arbeit verbunden hätte, glaube ich, dass sie bei Olympia in Sydney eine ehrliche Siegerin hätte sein können. Nun wird sie stattdessen als eine der grössten Betrügerinnen in die Sportgeschichte eingehen.»

Marion Jones, die fünffache Medaillengewinnerin an den Olympischen Spielen 2000 in Sydney, hatte am Freitag gestanden, während ihrer Karriere mit Sterioden gedopt zu haben. Die Amerikanerin, die ihren (logischen) Rücktritt erklärt hat, muss mit strafrechtlichen Konsequenzen rechnen. Durch die Zusammenarbeit mit den Justizbehörden und das Schuldeingeständnis für Dopingvergehen im betreffenden Zeitraum entgeht Jones jedoch einer strengen Strafe für zweimalige Falschaussage.

Die Staatsanwaltschaft hat eine Haftstrafe von maximal sechs Monaten vorgeschlagen. Das Gesetz sähe bei Falschaussage pro Einzelfall ein maximales Strafmass von fünf Jahren Gefängnis und 250 000 Dollar Busse vor. Das Urteil soll am 11. Jänner 2008 gefällt werden.

(si)

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