Aktualisiert 14.03.2013 11:35

Rote ZahlenHarte Zeiten für die Stahlindustrie

Die unsichere Weltkonjunktur trifft Schmolz+Bickenbach hart: Der Stahlkonzern mit Schweizer und deutschen Wurzeln stürzt in die roten Zahlen.

Schmolz+Bickenbach in Emmenbrücke (LU).

Schmolz+Bickenbach in Emmenbrücke (LU).

Der Stahlkonzern Schmolz+Bickenbach ist im vergangenen Jahr in die roten Zahlen gestürzt. Das Minus beträgt 157,9 Mio. Euro. Im Vorjahr hatte das Unternehmen 42,7 Mio. Euro verdient. Auf dem Ergebnis lasten Abschreiber und Kosten für Restrukturierungen von fast 100 Mio. Euro. Ansonsten ist das Resultat auch die Folge eines deutlichen Umsatzrückgangs: Die Einnahmen des Industrieunternehmens mit Schweizer und deutschen Wurzeln fiel um 9,2 Prozent auf 3,58 Mrd. Euro.

In Europa ging der Umsatz gar um 12,9 Prozent, wie der Lieferant von Werkzeug- und Edelbaustahl sowie rost-, säure- und hitzebeständigen Stahlen am Donnerstag mitteilte. Der Maschinenbau auf dem krisengeschüttelten Kontinent fragte weniger Materialien nach. In den übrigen Teilen der Welt hingegen stiegen die Umsätze um 15,5 Prozent. Aber auch dort schwächte sich das Geschäft im zweiten Halbjahr ab.

Verlust höher als erwartet

Der Verlust ist höher als von Analysten erwartet. Laut der Nachrichtenagentur AWP lagen die Prognosen von Experten im Schnitt bei -68 Mio. Euro. Erst seit Anfang Februar hat Schmolz Bickenbach eine neue Führung unter Johannes Nonn als Konzernchef und Hans-Jürgen Wiechna als Finanzchef. (sda)

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