Aktualisiert 05.10.2004 19:48

Harte Zeiten für Manager

Manager und Verwaltungsräte müssen ab Mitte 2005 offen legen, wenn sie mit Aktien der eigenen Firma spekulieren.

Trotz Widerstand vieler Chefetagen hat die Schweizer Börse SWX die harte Massnahme durchgezogen – vor allem auf Druck der Eidgenössischen Bankenkommission EBK. Viele der Entscheide, die in den leitenden Gremien der Unternehmen getroffen werden, haben innert weniger Stunden einen Einfluss auf den Kurs der firmeneigenen Aktien. Die Manager haben gegenüber anderen Aktionären einen permanenten Wissensvorsprung, der sich direkt vergolden liesse.

Solche illegalen Deals sollen nun zumindest schwieriger werden. Denn wer wann wie viele der Firmenpapiere kauft und verkauft, wird spätestens zwei Börsentage später für den Herausgeber der Aktien einsehbar werden. Immer Ende Monat leitet der Emittent die Angaben geordnet nach den meldepflichtigen Personen an die SWX weiter. Handelsvolumen über 100 000 pro Person und Monat publiziert die SWX auf ihrer Homepage. Wer sich nicht an die Meldepflicht hält, wird sanktioniert.

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