WM schauen in Bern: Harter Kampf ums kreativste Public Viewing
Aktualisiert

WM schauen in BernHarter Kampf ums kreativste Public Viewing

Ob am Strand, im Kino, im Edel-Club oder im Schloss – Berner Gastrobetriebe bieten den Fussballfans viele Möglichkeiten, WM-Spiele zu schauen.

von
Thomas Kohler
Auch an dieser WM locken verschiedene Public Viewing wieder tausende Fans vor die Leinwand.

Auch an dieser WM locken verschiedene Public Viewing wieder tausende Fans vor die Leinwand.

In weniger als zwei Wochen gehts los – die Fussball-WM in Brasilien beginnt. Wer nicht zu den privilegierten Fans gehört, die unter der brasilianischen Sonne die Stars live vor Ort anfeuern, muss aber nicht zwingend in die heimische Röhre gucken: Die Berner Gastrobetriebe überbieten sich mit Ideen und Veranstaltungen, um die Copacabana an die Aareschlaufe zu holen.

Das Grösste gegen das Kleinste

Mit grosser Kelle rührt der Club Bannfestivale in Aarwangen an: Auf dem Areal der Firma WATERjet in Aarwangen ensteht das wohl grösste Public Viewing im Kanton. «Nebst den 300 Sitz- und 300 Stehplätzen im Festzelt, bieten wir im Aussenbereich nochmals 600 Plätze an», sagt OK-Vizepräsident Markus Friedli. Nebst Bier vom «Biertanker», einem umgebauten Feuerwehrfahrzeug, gehen auch Caipirinhas über die Theke. Gezeigt werden unter der Woche Spiele bis um Mitternacht, am Wochenende kann bis 3 Uhr dem Match-Feeling gefrönt werden.

Am kleinsten Public Viewing bastelt hingegen Bagatello-Gründer Patrick Moser mit Freunden. Aus einem 55-Zoll-Flatscsreen, einem 40-Liter-Fass Felsenau-Bier, 20 Klappstühlen und einem Piaggio-Ape entsteht ein mobiles Public Viewing für maximal 20 Personen. Das «WM-Ape-Mobil» kann über Facebook gewonnen werden – es zählt der originellste Kommentar. Der Kommentarschreiber mit den meisten Likes gewinnt das «kleinste Public Viewing der Schweiz», welches ihm an die gewünschte Location gebracht wird.

Albi Saner gegen Beach-Bar und Strand-Fussball

Das Berner Partylokal Du Théâtre will die Fussballfans mit fachkundigem Kommentar zu den Spielen anlocken. So wird Reporter-Legende und YB-Fan Albi Saner das Eröffnungsspiel und alle Spiele der Schweizer Nationalmannschaft in einem «Experten-Talk» kommentieren. «Mit Albi Saner geniesst das Publikum nicht nur abwechslungsreiche Sport-Talks, sondern auch viel Entertainment und einen Sportexperten, der mit Leib und Seele seinen Job ausübt», lässt das Düdü verlauten.

Voll auf die Karte Sport setzt man im Shoppyland Schönbühl. Nebst dem Public Viewing auf Grossleinwand bietet das «Shoppy» auch Beach Soccer-Kurse an. «Gruppen von 10 bis 20 Personen können den Fussball auf Sand direkt durch Beach- Soccer-Ikone Stephan Meier lernen», sagt Migros-Sprecherin Andrea Bauer. Entspannter geht es auf der Grossen Schanze hoch über Bern zu: Hier kann man im Sand sitzend die Spiele verfolgen. Der Summer-Beach montiert eine 8 x 10 Meter grosse Leinwand und versprüht so einen Hauch von Copacabana-Feeling.

Fussball im Schloss gegen Bier im Kino

Pompös wird die WM-Übertragung im Schloss Köniz: Ab den Achtelfinals werden dort die Spiele auf der Open-Air-Grossleinwand im Schlosshof gezeigt. Töggelikästen sowie ein Street-Soccer-Feld runden das Programm ab und sorgen dafür, dass während der WM das Schloss ganz im Zeichen vom König Fussball steht.

Bei schlechtem Wetter bietet das Public Viewing des Kinos Worb eine passende Alternative. Dieses überträgt alle WM-Spiele live auf der grossen Kinoleinwand. «Bier, Popcorn und 150 gemütliche Kinosessel stehen für die Besucher bereit», sagt Kinobetreiber Martin Christen. Das WM-Spektakel im Kino ist jedoch nicht ganz gratis. «Wir verlangen einen Unkostenbeitrag von 5 Franken», erklärt Christen.

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