Schafhausen BE: Hass-Video verherrlicht Polizistenmord
Aktualisiert

Schafhausen BEHass-Video verherrlicht Polizistenmord

Auf Youtube ist ein Video zu finden, in dem der Polizistenmord von Schafhausen BE verherrlicht wird. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft.

von
num
1 / 3
Das wirre Video trieft vor Hass gegen das Opfer von Schafhausen BE.

Das wirre Video trieft vor Hass gegen das Opfer von Schafhausen BE.

Screenshot Youtube
Der Mann filmte den Polizeiposten von Rüegsauschachen.

Der Mann filmte den Polizeiposten von Rüegsauschachen.

Screenshot Youtube
Offenbar kannte er den betreffenden Polizisten, da ihn dieser Tage zuvor kontrolliert hatte.

Offenbar kannte er den betreffenden Polizisten, da ihn dieser Tage zuvor kontrolliert hatte.

Screenshot Youtube

Elf Minuten lang dauert die Hassrede, die ein Mann auf Youtube am Wochenende veröffentlichte. Zu sehen ist der Polizeiposten in Rüegsauschachen – dort, wo das Opfer im Fall Schafhausen zuletzt gearbeitet hatte.

Am 24. Mai 2011 hatte ein 35-jähriger Strassenarbeiter den Polizisten durch die Türe erschossen, weil er sich gegen die Zwangsräumung seiner Wohnung wehren wollte.

Der Urheber des Videos kannte offenbar besagten Polizisten, da er ein paar Wochen vor der Tat von ihm kontrolliert worden war. Er verhöhnt das Opfer minutenlang. «Es gibt eine göttliche Gerechtigkeit, dass er jetzt weg ist. Der aggressive und korrupte Polizist war ein schizophrener Psychopath», sagt die Stimme mit niederländischem Akzent aus dem Off.

Den Täter nimmt er hingegen in Schutz. «Er hat die Tat nicht geplant. Er war noch im Pyjama. Wir werden angelogen von den Medien, um den Polizeistaat zu begründen.» Das Video ist offenbar nicht zum ersten Mal auf Youtube zu sehen, wie die «Berner Zeitung» berichtete.

Bereits verurteilt

Bereits kurz nach der Tat lud ein Südafrikaner das Video auf die Plattform. Die Behörden konnten ihn damals ermitteln und verurteilten ihn wegen qualifizierter Verleumdung, Beschimpfung und unanständigen Benehmens zu einer bedingten Geldstrafe von 3300 Franken.

Das Video wurde damals gelöscht. Ob im aktuellen Fall wieder derselbe Mann für das Hochladen verantwortlich ist, ist unklar. Die Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland hat Anfang Woche Ermittlungen gegen unbekannte Täterschaft eingeleitet, berichtet die «Berner Zeitung».

Deine Meinung