Aktualisiert 16.04.2018 14:49

Predigt übersetzt«Hassprediger von Biel» hat Verfahren am Hals

Ermittler haben die Predigt von Abu Ramadan übersetzt. Der Staatsanwalt eröffnet eine Untersuchung wegen Verdacht auf Rassendiskriminierung.

von
oli
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Im Fall Ramadan richtig gehandelt: Der Nidauer Sozialdienst habe alles unternommen um dem Hassprediger Sozialhilfe zu verwehren.

Im Fall Ramadan richtig gehandelt: Der Nidauer Sozialdienst habe alles unternommen um dem Hassprediger Sozialhilfe zu verwehren.

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Hat mehrmals gegen Ungläubige und Andersdenkende gehetzt: Abu Ramadan bei einer Ansprache in einem Hotel in Budapest. Bild: Facebook

Hat mehrmals gegen Ungläubige und Andersdenkende gehetzt: Abu Ramadan bei einer Ansprache in einem Hotel in Budapest. Bild: Facebook

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«Oh, Allah, ich bitte dich, die Feinde unserer Religion zu vernichten, vernichte die Juden, die Christen und die Hindus und die Russen und die Schiiten». Um dieses Zitat seiner Predigt ist ein Übersetzungsstreit entbrannt: Eine undatierte Aufnahme von Abu Ramadan. Bild: Facebook

«Oh, Allah, ich bitte dich, die Feinde unserer Religion zu vernichten, vernichte die Juden, die Christen und die Hindus und die Russen und die Schiiten». Um dieses Zitat seiner Predigt ist ein Übersetzungsstreit entbrannt: Eine undatierte Aufnahme von Abu Ramadan. Bild: Facebook

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Die Staatsanwaltschaft Berner Jura-Seeland hat ein Strafverfahren gegen den Prediger Abu Ramadan eröffnet. Er soll in der Bieler Ar'Rahman-Moschee Hasspredigten gehalten haben.

Die Untersuchung wurde am 20. März wegen des Verdachts auf Rassendiskriminierung eingeleitet. Christof Scheurer, Informationsbeauftragter der Berner Generalstaatsanwaltschaft, bestätigte am Sonntag gegenüber der SDA einen Bericht der «NZZ am Sonntag».

Flüchtlings-Status verloren

Der Verfahrenseröffnung war eine Vorermittlung gegen Abu Ramadan vorausgegangen. In deren Rahmen wurde die Predigt des Vorbeters übersetzt, wie Scheurer gegenüber der Zeitung ausführte. Jetzt müsse die Verfahrensleitung abklären, wie die fraglichen Äusserungen im Kontext des Islams zu interpretieren und zu verstehen seien.

Der Fall Abu Ramadan hatte im vergangenen Jahr für Aufsehen gesorgt. Dies nachdem der «Tages-Anzeiger» und der «Bund» Berichte veröffentlicht hatten, nach welchen der Mann Hasspredigten gehalten haben soll.

Der Libyer, der während Jahren von der Sozialhilfe gelebt hatte, hat seinen Flüchtlings- und seinen Asylstatus verloren. Er lebt heute dank einer C-Bewilligung in der Schweiz. (oli/sda)

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