Untersuchung eingeleitet: Hat das Pentagon Zecken zu Biowaffen gemacht?
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Untersuchung eingeleitetHat das Pentagon Zecken zu Biowaffen gemacht?

Das US-Repräsentantenhaus will prüfen lassen, ob das Pentagon Zecken manipuliert hat. Auch ein Schweizer spielt dabei eine Rolle.

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Das Pentagon soll an Zecken als Biowaffe geforscht haben. (Video: Wibbitz mit Material von Wikimedia Commons/PD, Twitter/Kris Newby, Harper Collins)

Ist das Pentagon in Washington für die Verbreitung von Borreliose in den USA verantwortlich? Diese Frage wird gerade heiss diskutiert. Aufgeworfen hat sie Chris Smith, der für den Bundesstaat New Jersey im US-Repräsentantenhaus sitzt.

Konkret fordert der Kongressabgeordnete das amerikanische Verteidigungsministerium auf, Auskunft über «Experimente mit Zecken und Insekten» zu geben, die zwischen 1950 und 1975 stattgefunden haben sollen.

Schweizer Bakteriologe

Auf die Idee, die locker als Verschwörungstheorie abgetan werden könnte, war Smith nach der Lektüre des im Mai 2019 erschienenen Buches «Bitten: The Secret History of Lyme Disease and Biological Weapons» von Stanford-Medizinerin Kris Newby gekommen.

In diesem kommt unter anderem Willy Burgdorfer, ein aus Basel stammender und in die USA emigrierter Bakteriologe und Parasitologe, zu Wort. Der Entdecker der Lyme-Borreliose (siehe Box) wird mit der Aussage zitiert, die Krankheit habe sich ausgebreitet, nachdem in den 1960er-Jahren ein militärisches Experiment fehlgeschlagen sei.

«Schwere Behinderungen, Krankheiten, Todesfälle»

Dass den Aussagen Burgdorfers so viel Gewicht zugesprochen wird, liegt an dessen Tätigkeit in den USA. Offiziell spezialisiert auf die Erforschung von vom Tier auf den Menschen übertragbare Krankheiten (Zoonosen), soll er während des Kalten Krieges für das US-Militär zu biologischen Waffen geforscht haben.

Unter anderem, so steht es in dem Buch, wurde er angehalten, Flöhe, Zecken und Moskitos zu züchten und sie mit für den Menschen gefährlichen Krankheitserregern zu infizieren – um «schwere Behinderungen, Krankheiten oder sogar Todesfälle bei möglichen Feinden zu verursachen». Die manipulierten Tiere sollten dann als Waffen über verfeindeten Staaten abgeworfen werden.

Auffällig viele Fälle

Ob und wie sich das Ganze damals abgespielt hat, soll nun auf Antrag von Politiker Smith hin untersucht werden. Doch zuerst muss der Senat zustimmen.

Laut der US-Gesundheitsbehörde CDC erkranken in den USA jedes Jahr zwischen 300'000 und 427'000 Menschen an Lyme-Borreliose, in Europa 65'000. Eine Impfung ist nicht möglich, seit der Hersteller Glaxo Smith Kline 2002 einen Impfstoff wegen schwerer Nebenwirkungen vom Markt genommen hat.

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Die Arbeit in ihrem Garten wurde Rachel Foulkes-Davies aus dem walisischen Denbighshire zum Verhängnis.

Die Arbeit in ihrem Garten wurde Rachel Foulkes-Davies aus dem walisischen Denbighshire zum Verhängnis.

iStock/Alexeys
Denn dort zog sie sich einen Zeckenbiss am Hals zu.

Denn dort zog sie sich einen Zeckenbiss am Hals zu.

Wikimedia Commons/John Tann/CC BY 2.0
Schon nach wenigen Minuten schwoll die Stelle rot an und begann fürchterlich zu jucken. Doch die Auswirkungen des Zeckenbisses wurden mit der Zeit immer schlimmer. (Symbolbild)

Schon nach wenigen Minuten schwoll die Stelle rot an und begann fürchterlich zu jucken. Doch die Auswirkungen des Zeckenbisses wurden mit der Zeit immer schlimmer. (Symbolbild)

Wikimedia Commons/CDC/James Gathany/PD

Lyme-Borreliose

Die auch Lyme-Krankheit genannte Infektion wird durch das Bakterium Borrelia burgdorferi oder andere Borrelien ausgelöst, die in der Regel von Zecken übertragen werden. Die Erkrankung kann verschiedene Organe betreffen, speziell die Haut, das Nervensystem und die Gelenke. Die Lyme-Borreliose kommt sowohl beim Menschen als auch bei verschiedenen Säugetieren und Vögeln vor.

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