Swiss Music Awards: Hat der Schweizer Pop ein Frauenproblem?

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Swiss Music AwardsHat der Schweizer Pop ein Frauenproblem?

Im Rahmen der SMA wollen Musikerinnen und Vertreter des Musikbusiness folgender Frage auf den Grund gehen: Warum sind Frauen in der Schweizer Popmusik so untervertreten?

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shy
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2017 hat Beatrice Egli (29) als einzige Frau einen Swiss Music Award in den Schweizer Kategorien gewonnen. Bei den Live-Acts waren sogar ausschliesslich Männer ...

2017 hat Beatrice Egli (29) als einzige Frau einen Swiss Music Award in den Schweizer Kategorien gewonnen. Bei den Live-Acts waren sogar ausschliesslich Männer ...

Keystone/Ennio Leanza
... auf der Bühne (hier Hecht und Dabu Fantastic). Den Organisatoren ist das auch aufgefallen und weil in der Hitparade, hinter den DJ-Decks der Clubs und auf den Festival-Stages ebenfalls ein Mangel an Schweizer Frauen herrscht, wurde der SMA-Nebenevent «SMA presents: Hat die Schweizer Popmusik ein Frauenproblem?» aus der Taufe gehoben. Am 7. Februar wird im Zürcher Kosmos versucht, dieser Frage auf den Grund zu gehen. Mit 20 Minuten teilen einige der teilnehmenden Frauen bereits jetzt ihre Gedanken zum Thema.

... auf der Bühne (hier Hecht und Dabu Fantastic). Den Organisatoren ist das auch aufgefallen und weil in der Hitparade, hinter den DJ-Decks der Clubs und auf den Festival-Stages ebenfalls ein Mangel an Schweizer Frauen herrscht, wurde der SMA-Nebenevent «SMA presents: Hat die Schweizer Popmusik ein Frauenproblem?» aus der Taufe gehoben. Am 7. Februar wird im Zürcher Kosmos versucht, dieser Frage auf den Grund zu gehen. Mit 20 Minuten teilen einige der teilnehmenden Frauen bereits jetzt ihre Gedanken zum Thema.

Keystone/Ennio Leanza
Reena Thelly (33), Moderatorin beim SRF (führt durch den Abend)Die Radiomoderatorin hat viele Fragen für das Pre-SMA-Panel: «Warum sieht und hört man so wenige Frauen in der Musik? Haben Frauen wirklich weniger Bock? Wieso? Sind es Probleme im System, die ihnen den Weg verbauen?» Und dann fragt sie sich, welche Art von Künstlerin die Schweizer gerne sehen ...

Reena Thelly (33), Moderatorin beim SRF (führt durch den Abend)Die Radiomoderatorin hat viele Fragen für das Pre-SMA-Panel: «Warum sieht und hört man so wenige Frauen in der Musik? Haben Frauen wirklich weniger Bock? Wieso? Sind es Probleme im System, die ihnen den Weg verbauen?» Und dann fragt sie sich, welche Art von Künstlerin die Schweizer gerne sehen ...

SRF/Oscar Alessio

2017 ging gerade mal einer der insgesamt zwölf an Schweizer Künstler verliehenen Swiss Music Awards an eine Frau – und zwar in der einzigen Kategorie, wo per Definition eine Frau gewinnen musste: Beatrice Egli (29) wurde als Best Female Solo Act ausgezeichnet.

Ansonsten: Männer. Auch bei Schweizer Künstlern in unserer Hitparade. Auch auf den Party-Line-ups der Clubs. Und auch auf den Postern der Musikfestivals. «Das ist uns schon über längere Zeit aufgefallen», sagt SMA-Organisator Oliver Rosa (44). Darum veranstalten er und sein Team am 7. Februar, zwei Tage vor den Swiss Music Awards 2018, im Zürcher Kosmos einen Abend zur Frage: «Hat die Schweizer Popmusik ein Frauenproblem?»

Musikerinnen und Musikschaffende kommen zu Wort

Zwei Panels werden zusammengestellt, moderiert von SRF-Frau Reena Thelly (33). «Beim ersten erzählen Musikerinnen von ihren Erfahrungen in diesem von Männern dominierten Business», kündigt die Moderatorin an. «Das wird nicht nur schön, denn da wird Klartext gesprochen.» Beim zweiten tauschen sich die Strippenzieher der Szene aus, die Label-Leute, Booker und Kulturförderer.

«Ich hoffe, dadurch einen Einblick ins System zu bekommen und dass wir so vielleicht einige Gründe finden, warum Frauen in der Musik untervertreten sind», so Thelly. Wichtig ist ihr dabei: «Es sollen keine Männer gebasht werden. Wir wollen herausfinden, was man anders machen kann, damit die beiden Geschlechter irgendwann gleichwertig dastehen.»

Eine Frau auf der Livebühne

«Die Panels sind dann erfolgreich, wenn Erkenntnisse gewonnen werden, Ideen entstehen und der Austausch gefördert wird», findet Rosa. Wer für einen Swiss Music Award nominiert wird, bestimmen grösstenteils die Verkaufszahlen – und auf diese haben die Organisatoren keinen Einfluss.

Wohl aber aufs Live-Line-up des Events. Und da ist 2018 neben dem Bieler Nemo (18) auch die Thunerin Veronica Fusaro (20) dabei. «Wir hatten diese talentierte Musikerin sowieso auf dem Schirm», erklärt Rosa, «aber sie als Showact zu holen, ist auch ein Signal: Talentierte Frauen haben einen Platz auf unserer Bühne.»

«SMA presents: Hat die Schweizer Popmusik ein Frauenproblem?» findet am Mittwoch, 7. Februar, im Zürcher Kosmos statt. Der Eintritt ist frei und neben den Panels werden den Besuchern auch noch weibliche Live- und DJ-Acts geboten, um zu zeigen, was Frauen musikalisch draufhaben.

Veronica Fusaro zeigt ihre Musikhöhle

Am 9. Februar spielt Veronica Fusaro live an den Swiss Music Awards im Zürcher Hallenstadion. 20 Minuten zeigt sie den Keller in ihrem Elternhaus in Thun, wo ihre Musik entsteht. <i>(Video: Veronica Fusaro)</i>

SMA-2018-Live-Act Veronica Fusaro zeigt 20 Minuten ihren Musikkeller. (Video: Veronica Fusaro)

20 Minuten ist Medienpartner der Swiss Music Awards.

Am Donnerstag im Livestream: Die SMA-Nominationen

ab 13.30 Uhr live.

Karten für die Swiss Music Awards am 9. Februar im Zürcher Hallenstadion sind bei Starticket erhältlich.

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