Aktualisiert 09.05.2018 09:59

Kenner analysiertHat die Schweiz am ESC je wieder eine Chance?

Lag es an der Leistung? War die Konkurrenz zu stark? Oder ist die Schweiz in Europa zu unbeliebt? Ein ESC-Experte analysiert das Halbfinal-Aus von Zibbz.

von
shy

Der Auftritt von Zibbz im Halbfinal des Eurovision Song Contest 2018 in der Altice Arena in Lissabon. <i>(Video: Tamedia/SRF)</i>

Seit Sebalter 2014 hat es die Schweiz nicht mehr in den Final des Eurovision Song Contest (ESC) geschafft. Auch Zibbz vermochten dies am Dienstagabend nicht zu ändern. Mit ihrer rockigen Nummer «Stones» sind die beiden Luzerner im ersten Halbfinal gescheitert. Es ist das vierte Vorrunden-Aus für die Schweiz in Folge.

Für Tom Glanzmann vom ESC-Fanportal Douzepoints.ch haben Co (32) und Stee Gfeller (30) alles richtig gemacht: «Sie waren überzeugend, haben wortwörtlich ein Feuerwerk gezündet und der Song hatte eine starke Message.»

«Nächstes Jahr könnte es klappen»

War der Auftritt letztlich zu brav? Dass die Geschwister im Vergleich zur Konkurrenz weniger theatralisch und überdreht daherkamen, sieht Glanzmann mehr als Stärke denn als Schwäche: «Trash kann schon funktionieren, das Gesamtbild muss aber stimmen. Anders als die anderen zu sein ist von Vorteil.»

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Ihre «Stones» waren nicht gross genug: Trotz guter Leistung sind Zibbz am Dienstag im Halbfinal des Eurovision Song Contest in Lissabon ausgeschieden. Damit ist die Schweiz am Samstag im Final nicht dabei.

Ihre «Stones» waren nicht gross genug: Trotz guter Leistung sind Zibbz am Dienstag im Halbfinal des Eurovision Song Contest in Lissabon ausgeschieden. Damit ist die Schweiz am Samstag im Final nicht dabei.

AP/Armando Franca
Co und Stee haben auf der Bühne eine gute Show inklusive fulminantem Fackel-Finale ...

Co und Stee haben auf der Bühne eine gute Show inklusive fulminantem Fackel-Finale ...

epa/Jose Sena Goulao
...hingelegt. Gereicht hat es nicht. Von den 19 Acts in der ersten der insgesamt zwei Halbfinal-Ausscheidungen sind zehn weitergekommen. Konkret: ...

...hingelegt. Gereicht hat es nicht. Von den 19 Acts in der ersten der insgesamt zwei Halbfinal-Ausscheidungen sind zehn weitergekommen. Konkret: ...

epa/Jose Sena Goulao

Wenn diese anderen aber ebenfalls sehr überzeugend sind, wird es trotzdem schwierig. «In diesem Halbfinal traten so viele starke Acts auf, die es verdient haben, weiterzukommen», analysiert der ESC-Kenner. Und fügt an: «Nächstes Jahr könnte es also schon wieder mal klappen für die Schweiz.»

«Es geht nicht um die Beliebtheit»

Beim ESC gilt die Regel, dass ein Land nicht für seinen eigenen Act abstimmen darf. Das ewige Argument, wonach die Schweiz in Europa zu wenig Freunde und darum nicht genug Stimmen bekommen hat, lässt Glanzmann nicht gelten: «Es geht nicht um die Beliebtheit. Israel hätte es sonst auch nicht ins Final geschafft.»

Glanzmann prophezeit der gackernden Netta aus Israel und der an Beyoncé erinnernden Eleni Foureira aus Zypern ein Kopf-an-Kopf-Rennen im Final am Samstag. Er selbst ist nach Dienstagabend im Team Estland: «Der Song von Elina Nechayeva hat mich echt berührt.»

Der zweite Halbfinal steigt am Donnerstag (live ab 21 Uhr auf SRF 2), der Final dann am Samstag (live ab 21 Uhr auf SRF 1).

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