Aktualisiert 07.06.2007 12:06

Hat die Türkei Pufferzonen im Irak besetzt?

Im Kampf gegen kurdische Rebellen haben die türkischen Streitkräfte mehrere Gebiete an der irakischen Grenze zu Sicherheitszonen erklärt.

Betroffen seien Teile der Provinzen Sirnak, Siirt und Hakkari, berichteten türkische Zeitungen am Donnerstag. Das Militär erklärte auf seiner Website, der Sonderstatus solle bis Anfang September gelten, machte aber keine weiteren Angaben. Am Mittwoch drangen nach Angaben aus Sicherheitskreisen tausende türkische Soldaten in den Irak ein.

Die Militäraktion sei eng begrenzt, und es handele sich nicht um den angedrohten grösseren Einmarsch, hiess es. Das Aussenministerium in Ankara sowie irakische Grenzbeamte wiesen die Angaben zurück. Es habe keinen Vormarsch in ein anderes Land gegeben, zitierte der Sender NTV den türkischen Aussenminister Abdullah Gül. Zugleich bekräftigte Gül dem Bericht zufolge aber das Recht seines Landes, gegen Aufständische vorzugehen.

Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan erklärte in einem Interview des Senders Kanal 24, ein Einmarsch in den Irak müsse vom Parlament gebilligt werden. Ankara hat in den vergangenen Wochen seine Truppen an der Grenze zum Irak verstärkt und mit einem Einmarsch gedroht, um Stützpunkte der Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) anzugreifen. (dapd)

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