Begräbnis der Queen: Hat Donald Trump die Schweiz gerade als Drittweltland bezeichnet? 

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Begräbnis der QueenHat Donald Trump die Schweiz gerade als Drittweltland bezeichnet? 

Amerikas Ex-Präsident Donald Trump spottet auf seiner Social-Media-Plattform «Truth Social» darüber, dass Joe Biden bei der Beerdigung der Queen weit hinten sitzen musste. Und er deutet an, die Schweiz sei ein Drittweltland. 

von
Daniel Graf
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Seit seiner dauerhaften Twitter-Sperre äussert Donald Trump sich über seine eigene Plattform Truth Social. So auch zum Begräbnis der Queen. 

Seit seiner dauerhaften Twitter-Sperre äussert Donald Trump sich über seine eigene Plattform Truth Social. So auch zum Begräbnis der Queen. 

REUTERS

Darum gehts

  • Bei der Beerdigung der Queen in London sass der US-Präsident Joe Biden mit seiner Frau weit hinten – neben Bundespräsident Ignazio Cassis. 

  • Bidens erbitterter Gegner und Ex-Präsident Donald Trump spottete auf Twitter: Das sei immerhin eine gute Gelegenheit für Biden, die Anführer einiger Drittweltländer kennen zu lernen.

  • Hat Trump die Schweiz also gerade als Drittweltland bezeichnet? 

«Das ist, was in nur zwei Jahren aus Amerika geworden ist. Kein Respekt!», ereifert sich der Ex-US-Präsident Donald Trump in einem Post auf seiner eigenen Social-Media-Plattform Truth Social. Dazu postet er ein Bild der Beerdigung der Queen. Joe Biden, heutiger US-Präsident, und seine Frau sitzen in den hinteren Reihen. Neben ihnen: der Schweizer Bundespräsident Ignazio Cassis und seine Frau. In den hinteren Reihen waren auch verschiedene weitere europäische Staatschefs platziert. 

Entsprechend irritiert sind einige Twitter-Userinnen und -User denn auch über den nächsten Satz in Trumps Post: «Immerhin eine gute Gelegenheit für unseren Präsidenten, die Anführer einiger Drittweltländer kennen zu lernen», schreibt Trump in seinem Beitrag. Wäre er noch Präsident, wäre er nicht dahinten platziert worden. 

Das Netz spottet seinerseits jetzt über Trump: «Die Schweiz ein Drittweltland. So viel Ehre von Trump ist nicht zu verachten», schreibt jemand zynisch. «Tja, er war aber nicht eingeladen», kommentiert eine andere Userin. Und weitere sind sich sicher, dass er selbst als amtierender Präsident nicht eingeladen worden wäre. 

Gepostet hatte das Bild die US-Korrespondentin des SRF, Viviane Manz. Sie schreibt dazu: «Donald Trumps Kommentar zum Begräbnis der Queen: Er wäre weiter vorne gesessen als Joe Biden. Und nicht bei Chefs von Drittweltländern. Neben dem Ehepaar Biden sass Bundespräsident @ignaziocassis. Sollen wir das persönlich nehmen?»

EDA kommentiert Trump-Aussage nicht 

Cassis’ Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) will Trumps Aussage auf Anfrage nicht kommentieren. Eine Sprecherin sagt aber: «Die Platzierung ausländischer Würdenträger bei der Beerdigung von Königin Elizabeth am Montag in London fiel in den Zuständigkeitsbereich der britischen Behörden und insbesondere des Protokolls.» Cassis habe Gelegenheit gehabt, einige Worte mit US-Präsident Joe Biden zu wechseln. «Die beiden Männer wiesen insbesondere auf die Bedeutung der verstorbenen Königin während ihrer 70-jährigen Regentschaft hin», sagt eine EDA-Sprecherin.

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