Friedhof Châtelaine GE: Hat eine Frau hier ihren Fötus vergraben?
Aktualisiert

Friedhof Châtelaine GEHat eine Frau hier ihren Fötus vergraben?

Genfer Friedhofsgärtner entdeckten kürzlich einen halb vergrabenen Behälter. Darin: ein Fötus. In der Nähe befand sich eine verstörte Frau, die zuvor aus dem Spital geflohen war.

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hvw
Auf dem Friedhof Châtelaine in Genf haben Friedhofsgärtner einen Fötus gefunden.

Auf dem Friedhof Châtelaine in Genf haben Friedhofsgärtner einen Fötus gefunden.

Gärtner haben vor rund zehn Tagen im Genfer Friedhof Châtelaine bei den Kindergräbern in einem halb vergrabenen Glasbehälter etwas entdeckt, das mit grosser Wahrscheinlichkeit ein menschlicher Fötus ist. Auf dem Deckel stand ein Datum: 31. Oktober 2013. In der Nähe hielt sich eine junge Frau asiatischer Abstammung auf, die laut Friedhofsangestellten völlig «verstört» gewesen sei, wie «Le Matin» berichtet.

Laut der Genfer Staatsanwaltschaft sei eine Untersuchung im Gang. Die Frau hätte sich im Kantonsspital befunden, von wo sie offenbar nach einer Fehlgeburt geflüchtet sei. Das Datum auf dem Glasbehälter könnte mit dem Zeitpunkt des Aborts übereinstimmen.

Wie aber kann jemand einen Fötus aus dem Spital mitnehmen? Laut Dr. Romano Le Harpe vom gerichtsmedizinischen Institut in Genf können Familien eine Fehlgeburt seit einer Gesetzesänderung für ein Begräbnis nach Hause nehmen. Ein Gerichtsmediziner stelle dafür ein Gutachten aus, dass der Fötus nicht lebensfähig und nicht älter als sechs Monate sei.

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