Aktualisiert 15.03.2012 10:29

Plagiatsvorwurf

Hat es sich für Teló bald ausgeträllert?

Der Welthit «Ai se eu te pego» von Michel Teló soll ein Plagiat sein. Diesen Vorwurf erheben jetzt drei Studentinnen. Das brasilianische Gericht will die Einnahmen vorerst beschlagnahmen.

von
cem

Derzeit sorgt der brasilianische Welthit «Ai se eu te pego» für grossen Wirbel: Die Ansprüche auf die Urheberschaft des von Michel Teló interpretierten Liedes sind umstritten. Ein Gericht in Brasilien hat deshalb vorerst alle Einnahmen aus dem Song blockiert. Der Song verzeichnete weltweit bereits riesige Erfolge und schaffte dank Cristiano Ronaldo den Sprung nach Europa. Nach einem Tor begann der Fussballer vor Freude mit dem «Ai se eu te pego»-Tanz und machte den Song damit einem Millionenpublikum bekannt.

Drei Studentinnen klagen

Drei brasilianische Studentinnen reichten jetzt eine Entschädigungsklage ein. Diese behaupten, sie hätten 2006 bei einer Reise mit Freundinnen ins Disney-Land die Idee für den Song gehabt. Das Lied wurde auf den Namen der Sängerin Sharon Acioly und den Komponisten Antônio Diggs registriert. Sharon traf darauf mit ihren Freundinnen im Februar die Entscheidung, Klage einzureichen.

Die Klage richtet sich auch gegen die Musikverlage. Die bisherigen nationalen und internationalen Einnahmen sollen auf ein Sperrkonto eingezahlt werden. Im Falle einer endgültigen Entscheidung zugunsten der Klägerinnen dürfte ihnen ein Teil der Einnahmen als Co-Autorinnen sicher sein. Innerhalb von 60 Tagen müssen nun alle Einkünfte aus dem Lied offengelegt werden. Dass Michel den Song nicht selbst verfasst hat, gab er bereits im Interview mit 20 Minuten Online zu: «Ich habe den Erfolgssong gar nicht selbst geschrieben.» Ob Teló und die Musikverlage bald einen Teil der Einnahmen abgeben müssen, wird sich zeigen.

«Ai se eu te pego!»: Michel Teló im Interview

Cristiano Ronaldo tanzt zu «Ai se eu te pego». (Quelle: YouTube) (cem/sda)

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