Wil ZH: «Hat mir das Herz gebrochen» – Rehkitze liegen tot in ungesichertem Schacht

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Wil ZH«Hat mir das Herz gebrochen» – Rehkitze liegen tot in ungesichertem Schacht

Brigitta R. machte beim Hundespaziergang eine traurige Entdeckung: In einem ungesicherten Schacht lagen zwei tote Rehkitze. Die Kantonspolizei Zürich ermittelt.

von
Lynn Sachs
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Brigitta R. fand am Samstag zwei tote Rehkitze in einem Schacht in Wil ZH.

Brigitta R. fand am Samstag zwei tote Rehkitze in einem Schacht in Wil ZH.

Privat
Da das Gras an der Stelle etwas höher ist, sehe man den ungesichertem Schacht kaum. «Das ist gefährlich.»

Da das Gras an der Stelle etwas höher ist, sehe man den ungesichertem Schacht kaum. «Das ist gefährlich.»

Privat
Die Kantonspolizei bestätigt den Vorfall auf Anfrage. «Die Ermittlungen dazu wurden aufgenommen.»

Die Kantonspolizei bestätigt den Vorfall auf Anfrage. «Die Ermittlungen dazu wurden aufgenommen.»

20min/Marco Zangger

Darum gehts

  • Zwei Rehkitze sind in Wil ZH in einen Schacht gefallen.

  • Der Schacht ist laut Anwohnerin Brigitta R. kaum sichtbar.

  • Schächte müssen stets gesichert werden. Die Kantonspolizei Zürich hat die Ermittlungen dazu aufgenommen.

Schockierender Anblick in Wil ZH: Brigitta R. ging am Samstag mit ihrem Hund am Waldrand in der Nähe der deutschen Landesgrenze spazieren. «Auf einer Wiese habe ich mit dem Hund gespielt. Plötzlich legte er sich hin und rührte sich nicht mehr vom Fleck. Auf meine Rufe hat er nicht reagiert.»

Als sich R. näherte, fiel ihr ein strenger Geruch auf: «Es roch nach Verwesung.» In einem ungesicherten Schacht dann die Schreckensentdeckung: «In rund zwei Metern Tiefe lagen zwei tote Rehkitze. Ich konnte es mir kaum ansehen. Es hat mir das Herz gebrochen.» Wie die 59-Jährige vermutet, müssen die Jungtiere dort reingefallen sein.

«Es könnte zu schlimmen Unfällen kommen»

Bilder, die 20 Minuten vorliegen, zeigen, dass das Gras um den Schacht etwas höher ist. «Die Grube ist kaum sichtbar», sagt R. «Das kann doch nicht sein. Dieser Schacht muss gesichert werden. Das ist sehr gefährlich.» Laut der Anwohnerin gehen viele Leute aus der Umgebung dort mit dem Hund spazieren. Auch der Kindergarten gehe regelmässig in einem Bach in der Nähe baden. Aus diesem Grund hat die 59-Jährige den Vorfall der Polizei gemeldet: «Wenn sich da nichts ändert, könnte es noch zu weiteren schlimmen Unfällen kommen.» 

Die Kantonspolizei Zürich hat Kenntnis vom Vorfall. «Ein Wildhüter wurde aufgeboten und war bereits vor Ort», sagt Sprecherin Carmen Surber. Wie sie sagt, müssen solche Schächte auch auf privatem Grund stets durch den Landbesitzer oder die Landbesitzerin gesichert werden. «Die Ermittlungen dazu wurden aufgenommen.»

Vonseiten der Jagdgesellschaft Wil ZH wollte man sich zum laufenden Verfahren nicht äussern.

Du weisst von einem Tier in Not?

Hier findest du Hilfe:

Feuerwehr, Tel. 118 (Tierrettung)

Polizei, Tel. 117 (bei Wildtieren)

Tierrettungsdienst, Tel. 044 211 22 22 (bei Notfällen)

Schweizerische Tiermeldezentrale, wenn ein Tier entlaufen/zugelaufen ist

Stiftung für das Tier im Recht, für rechtliche Fragen

GTRD, Grosstier-Rettungsdienst, Tel.  079 700 70 70 (Notruf)

Schweizerische Vogelwarte Sempach, für Fragen zu Wildvögeln, Tel. 041 462 97 00


Tierquälerei:

Meldung beim kantonalen Veterinäramt oder beim Schweizer Tierschutz (anonym möglich)

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