FCZ-Aus in Quali: «Hat nichts mit Fussball zu tun, wenn man alle 2 Minuten am Boden liegt»

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FCZ-Aus in Quali«Hat nichts mit Fussball zu tun, wenn man alle 2 Minuten am Boden liegt»

Die Karabach-Spieler haben sich beim Auswärtsspiel in Zürich oft am Boden gewälzt. Das hat den FCZ frustriert, doch die Spieler und Trainer sehen darin nicht den Grund fürs Aus in der Champions-League-Quali. 

von
Sven Forster
Florian Gnägi

Dieses Tor zerstörte die Champions-League-Hoffnungen des FCZ. 

SRF 

Darum gehts

  • Der Traum von der Champions-League-Quali ist bereits nach den ersten beiden Auftritten vorbei. 

  • Für den FCZ geht es in der Europa-League-Quali weiter. 

  • Karabach fiel im Rückspiel besonders durch Zeitspiel auf. 

Karabach Agdam – so heisst die FCZ-Endstation im Kampf um die Champions League. Trotz einer kämpferischen Leistung im Zürcher Letzigrund scheitert der FCZ mit einem Gesamtscore von 4:5 und muss nun mit der Europa-League-Quali leben. Bereits nächsten Donnerstag trifft man auswärts in Belfast auf den nordirischen Verein Linfield. Dieser kassierte im CL-Quali-Duell gegen Bodo/Glimt eine 0:8-Packung – wohlgemerkt in einem Spiel.  

Nach Spielschluss konnten die Zürcher den Fokus aber noch nicht auf dieses Spiel lenken. Besonders, da man 120 Minuten für den Traum der Königsklasse gekämpft hatte. Mittelfeldspieler Hornschuh meinte: «Ich bin etwas sprachlos.» Mirlind Kryeziu sagte: «Es war ein Match auf Augenhöhe. Das Aus ist recht brutal nach dieser Leistung.»

Schafft es der FCZ nun in die Europa League? 

In der Tat: Der FCZ hielt im Gegensatz zur ersten Halbzeit im Hinspiel in Baku mit Karabach mit. Spielte deutlich aggressiver und sorgte dafür, dass sich die Gäste im Letzigrund nicht entfalten konnten. Die Gäste fielen eher mit Zeitspiel statt Kabinettstücken auf, auch wenn immer wieder die Qualität der Offensivakteure hervorblitzte. Trainer Foda meinte nach Spielschluss: «Das hat halt nichts mit Fussball zu tun, wenn man alle zwei Minuten am Boden liegt.» Der Neu-Coach des FCZ sagte weiter: «Sie haben schon gespürt, dass wir immer am Drücker sind. Es ist eine erfahrene Mannschaft, damit muss man leben.» Der Coach wollte die Tatsache des Zeitspiels aber nicht als Grund für das Aus sehen. «Es wurde sieben Minuten nachgespielt. Da haben wir ja auch getroffen.» 

«Natürlich nervt es» 

Ins selbe Horn bläst FCZ-Captain und -Goalie Brecher. Auch er wollte dem Zeitspiel keine grosse Bedeutung geben. «Natürlich hat es genervt. Aber der Schiedsrichter ist mit der langen Nachspielzeit gut damit umgegangen. So macht das eine clevere Mannschaft.» Brecher weiter: «Der Erfolg von Karabach war nicht gestohlen, aber ein Elfmeterschiessen wäre auch nicht unverdient gewesen. Kleinigkeiten haben den Unterschied gemacht.» 

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Die Karabach-Spieler haben sehr viel Zeit am Boden verbracht. 

Die Karabach-Spieler haben sehr viel Zeit am Boden verbracht. 

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Trotzdem hat das Team aus Aserbeidschan gewonnen. 

Trotzdem hat das Team aus Aserbeidschan gewonnen. 

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FCZ-Trainer Franco Foda war mit der Nachspielzeit wegen des Zeitspiels zufrieden.

FCZ-Trainer Franco Foda war mit der Nachspielzeit wegen des Zeitspiels zufrieden.

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Am Samstag geht es für den FCZ in St. Gallen weiter. Dann kommt das Spiel in Belfast. Der erste Pflichtspielsieg unter Franco Foda soll her. Der Coach will dem Team nun wieder Selbstvertrauen einimpfen. «Es ist jetzt die Aufgabe, die Mannschaft aufzubauen. Wir haben wenig Zeit bis zum Samstag, werden aber auch wieder frische Spieler bringen.» Der 56-Jährige meint weiter: «In allen Spielen bislang haben kleine Momente gefehlt. So ist der Fussball. Wir müssen in Ruhe weiterarbeiten. Wenn wir so weitermachen, dann wird der Erfolg auch auf unsere Seite zurückkehren.» 

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