Sergej Schoigu (66) – Hat verschollener General während Sitzung mit Putin Herzinfarkt erlitten?
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Sergej Schoigu (66)Hat verschollener General während Sitzung mit Putin Herzinfarkt erlitten?

Seit Wochen hat man den Verteidigungsminister nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen. Am Samstag tauchen Meldungen über Gesundheitsprobleme des 66-Jährigen sowie ein vermeintliches Video von ihm auf. Es wäre die neueste Wendung in einem kuriosen Fall. 

von
Patrick McEvily
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Der russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu (Mitte) wurde seit dem 11. März nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen.

Der russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu (Mitte) wurde seit dem 11. März nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen.

VIA REUTERS
Die Welt mutmasste, was mit dem 67-Jährigen los sei.

Die Welt mutmasste, was mit dem 67-Jährigen los sei.

AFP
Am Samstag tauchen Meldungen auf, wonach Schoigu einen Herzinfarkt erlitten hat, nachdem es zwischen ihm und Staatschef Wladimir Putin zu einem Streit gekommen sei.

Am Samstag tauchen Meldungen auf, wonach Schoigu einen Herzinfarkt erlitten hat, nachdem es zwischen ihm und Staatschef Wladimir Putin zu einem Streit gekommen sei.

Getty Images

Darum gehts

  • Der russischer General Sergej Schoigu (66) wurde seit zwei Wochen nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen.

  • Sein Verbleib war bis jetzt unklar.

  • Nun verbreitet die russische Seite vermeintlich aktuelle Videoaufnahmen von ihm und von ukrainischer Seite heisst es, er hätte nach einem Streit mit Staatschef Wladimir Putin einen Herzinfarkt erlitten. 

Seit Wochen wird darüber gerätselt, wo sich der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu aufhält. Der 66-Jährige war für den Truppenaufmarsch in der Ukraine verantwortlich und dürfte darum Kreml-intern auch Kritik am zaghaften Vorrücken der eigenen Truppen erfahren haben. Gerüchte machten die Runde, wonach Staatschef Wladimir Putin Schoigu habe verschwinden lassen. Nun meldet ein ukrainischer Regierungsvertreter gemäss dem Nachrichtenportal OE24 aber, dass Schoigu einen Herzinfarkt erlitten habe. Brisant: Dazu soll es nach einem Streit mit Wladimir Putin gekommen sein.

Videoaufnahmen zeigen Schoigu – Echtheit nicht bestätigt

Es klingt abenteuerlich, was Anton Gerashchenko, Mitarbeiter des ukrainischen Innenministeriums vermeldet.  Schoigu soll demnach in einer Sitzung mit Staatschef Wladimir Putin gewesen sein, als es zu einem Streit zwischen den beiden kam. Putin soll Schoigu für das Scheitern der Operation in der Ukraine verantwortlich gemacht haben, worauf dieser zusammengebrochen sei und in ein Spital habe gebracht werden müssen. Die Meldung kann nicht bestätigt werden. Die britische Zeitung «Daily Mail» schreibt, es sei bei einer Videositzung zum Zusammenbruch des hohen Militärs gekommen.

Gleichzeitig tauchen am Samstagmorgen (Schweizer Zeit) Bilder auf, die zeigen sollen, dass Schoigu wohlauf ist. Der Stern teilt am Samstagmorgen Bilder aus der Sitzung vom Vortag, die Schoigu zeigen sollen. Diese hätten russische Medien mit dem Verweis, dass sie Schoigu bei einer aktuellen Sitzung zeigen sollen, geteilt. Auch andere User auf Twitter haben die Aufnahmen geteilt.

Letztmals war Sergej Schoigu am 11. März öffentlich aufgetreten. Die russische Regierung liess erst vor wenigen Tagen ausrichten, Schoigu habe viel zu tun und hätte sich darum nicht mehr in den Medien gezeigt.

In eine ganz andere Richtung als die vermeintlichen Gesundheitsprobleme des Verteidigungsministers gehen Gerüchte, die zurzeit auf Twitter die Runde machen: Staatschef Putin habe Schoigu töten lassen, schreiben mehrere User auf Twitter. Darunter hat es aber auch viele, die sich über die Situation lustig zu machen scheinen. So schreibt ein User, der sich als «Darth Putin» ausgibt: «Ich weiss, es ist eine Weile her, seit ihr das letzte Mal von Kamerad Schoigu gehört habt. Ich habe mich noch nicht entschieden, wie schwerwiegend seine Erkrankung ist.» 

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Hier findest du Hilfe für dich und andere:

Fragen und Antworten zum Krieg in der Ukraine (Staatssekretariat für Migration)

Kriegsangst?, Tipps von Pro Juventute

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

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